GSMA, Huawei und China Mobile stellen auf der MWC Shanghai 2026 OpenAN vor
2026-07-06 11:30
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de.wedoany.com-Bericht: Während der MWC Shanghai 2026 haben GSMA, Huawei und China Mobile gemeinsam mit mehreren Branchenpartnern OpenAN vorgestellt. Das Projekt richtet sich an die Zusammenarbeit intelligenter Agenten im Bereich der Kommunikationsnetzwartung und zielt darauf ab, ein offenes, interoperables und KI-natives Technologie-Ökosystem für autonome Netze aufzubauen, Entwicklungskosten zu senken und die branchenweite Koordinationseffizienz zu steigern.

Der Veröffentlichungsort von OpenAN ist Shanghai, China, und der Zeitpunkt ist ebenfalls klar definiert. Am 25. Juni starteten China Mobile, GSMA, Huawei und andere Partner auf der MWC Shanghai 2026 offiziell dieses Open-Source-Projekt und brachten es in die Linux Foundation Networking Community ein. OpenAN wird als Open-Source-Framework für die Zusammenarbeit intelligenter Agenten in der Telekommunikationswartung positioniert. Es richtet sich nicht an einzelne Geräte oder einzelne Betreiber, sondern an das zukünftige autonome Netzsystem, an dem mehrere Hersteller, mehrere Netzdomänen und mehrere intelligente Agenten gemeinsam beteiligt sind.

Autonome Netze bewegen sich von der automatisierten Wartung in eine höhere Phase. In der Vergangenheit stützte sich die Wartung von Kommunikationsnetzen stärker auf Regeln, Skripte und manuelle Fehlerbehebung. Mit dem Einzug der KI können Netze durch intelligente Agenten Fehlererkennung, Strategiegenerierung, Aufgabenplanung und domänenübergreifende Koordination durchführen. Es treten jedoch auch Probleme auf: Wie können intelligente Agenten verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren? Wie können Szenarien verschiedener Betreiber wiederverwendet werden? Wie können Netzdaten innerhalb sicherer Grenzen abgerufen werden? Wie können die Bereitstellungskosten von KI-Agenten gesenkt werden? Dies sind die Kernprobleme, die OpenAN lösen möchte.

OpenAN wird gleichzeitig auf der Protokoll- und der Framework-Ebene entwickelt. Auf der Protokollebene wird A2A-T eingeführt, eine auf Telekommunikationsszenarien zugeschnittene Erweiterung der Agent-to-Agent-Fähigkeiten, die für die Zusammenarbeit zwischen intelligenten Agenten geeignetere Schnittstellen, Zuverlässigkeit und Sicherheitsmechanismen für Kommunikationsnetze bietet. Auf der Framework-Ebene wird eine vollständige Open-Source-Architektur bereitgestellt, die es Kommunikationsdienstanbietern ermöglicht, lokal sicher zu deployen, das Risiko von Internet-Expositionen zu verringern und gleichzeitig wiederverwendbare Tool-Komponenten für Netzwartungsszenarien bereitzustellen.

China Mobile übernimmt im Projekt eine zentrale Rolle. Relevanten Informationen zufolge hat China Mobile die Entwicklung des Kernregistrierungsmoduls und des A2A-T-Toolkits des OpenAN-Projekts federführend vorangetrieben und die entsprechenden Ergebnisse in die Linux Foundation Networking Community eingebracht. Den Vorsitz des OpenAN-Projekts hat ebenfalls China Mobile inne, was darauf hindeutet, dass die Beteiligung chinesischer Betreiber am Open-Source-Ökosystem für KI-native Netze, intelligente Wartung und autonome Netze zunimmt.

Die branchenweite Bedeutung dieser Veröffentlichung liegt nicht in einem einzelnen Softwareprojekt, sondern darin, dass die KI-Transformation von Kommunikationsnetzen eine gemeinsame Basis benötigt. Wenn Betreiber, Ausrüstungshersteller, KI-Entwickler und Forschungseinrichtungen jeweils geschlossene intelligente Agenten aufbauen, werden die späteren Integrationskosten sehr hoch sein. Wenn jedoch ein Konsens über Open-Source-Frameworks, Schnittstellenprotokolle und Governance-Mechanismen erzielt werden kann, können intelligente Agenten leichter hersteller-, netzdomänen- und wartungsszenarienübergreifend zusammenarbeiten. Für die Kommunikationsbranche wird dies die Umsetzungsgeschwindigkeit von autonomen Netzen der Stufe L4 und höher beeinflussen.

OpenAN wird auch die Nachfrage in verwandten Industrieketten ankurbeln. KI-native autonome Netze benötigen die gemeinsame Unterstützung von Netzmanagementsystemen, Wartungsplattformen, Datenverwaltungstools, Modellmanagementplattformen, Edge-Computing-Ressourcen, Sicherheitskomponenten, Test- und Zertifizierungsdiensten sowie Systemintegrationsdiensten. Für Kommunikationsausrüstungshersteller, Softwareplattformanbieter und IT-Dienstleistungsunternehmen von Betreibern wird sich der zukünftige Wettbewerbsschwerpunkt nicht nur auf Basisstationen, Kernnetze oder Übertragungsgeräte beschränken, sondern auch in die Bereiche intelligente Wartung, intelligente Agenten-Orchestrierung und KI-Anwendungsökosysteme für Netze vordringen.

Die MWC Shanghai 2026 selbst stellt KI und Konnektivität in den Vordergrund. Die offizielle Website der Konferenz zeigt, dass die Shanghai World Mobile Communications Conference 2026 sich um Themen wie KI-Wirtschaft, 6G-Innovation und intelligente Infrastruktur dreht. GSMA veröffentlicht während der Konferenz kontinuierlich Ergebnisse zu KI-bereiten mobilen Infrastrukturen, mobiler KI und intelligenten Netzen. Die Veröffentlichung von OpenAN in diesem Kontext zeigt, dass die Kommunikationsbranche KI von der Anwendungsebene auf die Netzwerkbasis und das Wartungssystem ausweitet.

Ob OpenAN in Zukunft eine größere Wirkung erzielen kann, hängt entscheidend vom Engagement der Community und den tatsächlichen Netzeinsatzergebnissen ab. Nur wenn das Open-Source-Framework in die Produktionsumgebung der Betreiber gelangt und in mehreren Szenarien, mit mehreren Herstellern und über mehrere Netzdomänen hinweg validiert wird, können die Integrationskosten tatsächlich gesenkt und die Netzautonomiefähigkeit verbessert werden. Mit der Weiterentwicklung von 5G-A und 6G könnte das offene Framework für die Zusammenarbeit intelligenter Agenten zu einer der wichtigen Infrastrukturen werden, die Kommunikationsnetze auf dem Weg zur KI-Nativität begleiten.

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