ExxonMobil gibt 850.000 Acres CO₂-Speicherpacht im Golf von Mexiko auf
2026-07-06 14:56
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de.wedoany.com-Bericht: ExxonMobil hat dem US-Innenministerium mitgeteilt, dass es 163 bundesstaatliche Flachwasserpachtverträge im Golf von Mexiko mit einer Fläche von rund 850.000 Acres nicht verlängern wird.

ExxonMobil gibt 850.000 Acres CO₂-Speicherpacht im Golf von Mexiko auf - Carbon Herald

Der Ölkonzern hatte diese Gebiete bei Pachtverkäufen in den Jahren 2021 und 2023 für weniger als 25 Millionen US-Dollar erworben. Obwohl diese Gebiete allgemein als Randzonen der traditionellen Öl- und Gasförderung gelten, wurden sie einst als vielversprechend für die großflächige untermeerische CO₂-Speicherung angesehen.

Die Bundesbehörden haben bis Mitte Juni mehrere Pachtaufgaben offiziell akzeptiert, was einen deutlichen Rückzug des Unternehmens vom bundesstaatlichen Festlandsockel markiert.

Über Jahre hinweg hat ExxonMobil beim Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) und dem Innenministerium kontinuierlich Lobbyarbeit betrieben, um einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, der die Umwandlung traditioneller Öl- und Gaspachtverträge in dedizierte CO₂-Speicherblöcke ermöglicht.

Das Innenministerium verzögert den Offshore-Rahmen und erstickt die geschäftliche Planungssicherheit. Anfang dieses Monats strich das Innenministerium die lang erwartete Regelung zur Offshore-CO₂-Speicherung von seiner kurzfristigen Agenda, wodurch der regulatorische Rahmen mehr als drei Jahre hinter der ursprünglich vom Kongress gesetzten gesetzlichen Frist zurückbleibt.

Analysten weisen darauf hin, dass ohne eine klare bundesstaatliche regulatorische Roadmap die wirtschaftliche Last des Haltens dieser Kapitalanlagen unzumutbar geworden sei. Jack Andreasen Cavanaugh, Energiepolitikforscher an der Columbia University, erklärte, dass es unklar sei, wann regulatorische Sicherheit erreicht werden könne, und eine Verlängerung der Pachtverträge daher sinnlos sei.

Diese massive Aufgabe sollte nicht als mangelndes Interesse von ExxonMobil an der Kohlenstoffmanagementbranche missverstanden werden. Das Unternehmen konzentriert sich auf das Geschäftsmodell der landgestützten CO₂-Abscheidung als Dienstleistung und stützt sich auf Vereinbarungen mit großen Emittenten im Industriekorridor an der Golfküste. Die Expansionsgeschwindigkeit soll die internen Prognosen übertroffen haben. Diese Aktion zeigt einen Pragmatismus, der durch bürokratische Blockaden entstanden ist: Das Unternehmen verlagert Kapital von stagnierenden Bundesgewässern hin zu landgestützten und staatlichen Wasserprojekten, bei denen Genehmigungen voranschreiten und Einnahmen näher an der Realisierung sind.

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