de.wedoany.com-Bericht: Die fünf regionalen Koordinierungs- und Entwicklungskommissionen (CCDR) Portugals haben mit dem Telekommunikationsbetreiber DSTelecom einen Vertrag unterzeichnet, um in den sogenannten „weißen Gebieten" (Regionen ohne schnelle Kommunikationsnetze) Glasfasernetze zu installieren, die alle Wohn- und Nichtwohngebäude abdecken, einschließlich Gebäude für industrielle, gewerbliche und landwirtschaftliche Aktivitäten. Der Vertrag wurde am 3. Juli unterzeichnet, nachdem DSTelecom die internationale Ausschreibung für die Installation dieser Netze gewonnen hatte.

Die portugiesische Kommunikationsbehörde (ANACOM) schloss die Identifizierung der „weißen Gebiete" im Jahr 2022 ab. Trotz finanzieller Unterstützung durch die EU verlief der Installationsprozess der Netze schleppend, wobei insgesamt drei öffentliche Konsultationen durchgeführt wurden (zwei im Jahr 2022, eine im Jahr 2023). Das Verfahren sollte ursprünglich 2022 starten, doch Verhandlungen mit der Europäischen Kommission verzögerten den Prozess bis 2023. Anschließend kam es zu Problemen wie dem Rücktritt der Jury und Anfechtungen der Ausschreibung vor Gericht. Berichten zufolge ist diese Anfechtung noch nicht entschieden, hat jedoch keine aufschiebende Wirkung.

Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung wurde ein neuer Schritt zur Glasfaserversorgung von 288 Gemeinden und 1967 Orten unternommen. Das Investitionsvolumen des Projekts beträgt 172,3 Millionen Euro (nach Neuanpassung), ursprünglich waren 425 Millionen Euro veranschlagt. Die öffentlichen Mittel belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro, die gemeinsam vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (FEDER, Portugal 2030) und nationalen öffentlichen Ausgaben aus der 5G-Auktion getragen werden. DSTelecom wird für die Installation, Verwaltung, den Betrieb und die Wartung der ultraschnellen elektronischen Kommunikationsnetze in den fünf festgelegten Regionen – Norden, Mitte, Alentejo, Algarve und Lissabon – verantwortlich sein und verpflichtet sich, etwa 500.000 Haushalte, die diese Technologie noch nicht erhalten haben, mit Glasfaser zu versorgen. Die ANACOM-Karte zeigt die abgedeckten Gebiete.
Die Ministerin für Wirtschaft und territorialen Zusammenhalt erklärte bei der Unterzeichnung der Vereinbarung in Carregado de Anches, dass dies ein entscheidender Schritt sei, der das Potenzial von 5G und sogar 6G nicht länger nur zu einem Schlagwort mache. DSTelecom erklärte, das Projekt sei ein Bekenntnis zum territorialen Zusammenhalt, zur Gleichheit der Anbindung und zum Aufbau eines vernetzteren und wettbewerbsfähigeren Landes. Derzeit deckt das Netz des Betreibers bereits 1 Million Haushalte in 154 Städten ab. Das Unternehmen steht möglicherweise kurz vor einem Aktionärswechsel; es gibt Berichte, dass der Fonds Cube Infrastructure sich aus dem Kapital von DSTelecom zurückzieht, während der französische Investmentfonds Vauban Infrastructure Partners und Fastfiber auf der Liste der Interessenten stehen könnten.










