Ukrainischer Drohnenhersteller Wild Hornets steigert Tagesproduktion auf 100 Stück durch 3D-Drucker
2026-07-08 10:45
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de.wedoany.com-Bericht: Der ukrainische Drohnenhersteller Wild Hornets setzt verstärkt auf Desktop-3D-Drucker, um die Produktionskosten von Drohnenkomponenten zu senken und die Stückzahlen zu erhöhen. Derzeit liegt die Tagesproduktion des Unternehmens bei rund 100 Drohnen.

Modifizierte ukrainische Drohne

Laut einem Bericht von DOU baut das Unternehmen seine 3D-Druck-Kapazitäten aus. Dabei kommen hauptsächlich FDM-Desktopdrucker (Fused Deposition Modeling) der Marken Bambu Lab und ELEGOO zum Einsatz – keine teuren Industrieanlagen. Diese Strategie ermöglicht die Massenproduktion von Kunststoff-Drohnenkomponenten bei gleichzeitiger Beschleunigung der Fertigung, sodass Designs schneller an die sich ändernden feindlichen Taktiken angepasst werden können.

Branchenexperten wiesen in einem aktuellen Bericht von 3D Printing Industry darauf hin, dass Desktop-3D-Drucker für die sich schnell wandelnden digitalen und luftgestützten Kampfszenarien mehrere Vorteile bieten, darunter niedrigere Fertigungskosten, schnelle Prototypenunterstützung und die einfache Skalierbarkeit der Produktion durch Hinzufügen neuer Drucker anstelle des Baus neuer Formen. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Bedrohung durch den Feind – das International Institute for Strategic Studies (IISS) berichtet von verstärkten russischen Investitionen in iranische Shahed-Drohnen – nehmen die Angriffe stetig zu.

Die interne, erschwingliche Fertigung umfasst auch Akkupacks, Flugsteuerungen sowie andere elektronische Geräte und Komponenten. Dies trägt alles zur Kostensenkung und zur Unterstützung der ukrainischen Verteidigungsbemühungen bei, während gleichzeitig die Abhängigkeit von Dritten und externen Lieferketten verringert wird.

Zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Drohnenkriegsführung erklärte ein anonymer Sprecher von Wild Hornets gegenüber DOU, dass KI bei der Erkennung und Navigation derzeit nur begrenzt eingesetzt werde, sich aber allmählich ausweite. Allerdings erhöhe die Integration von KI-Funktionen in jede Drohne derzeit die Kosten um 150 bis 500 US-Dollar, was eine teure Überlegung darstelle.

Mit Blick in die Zukunft stellt das Unternehmen fest, dass das Interesse der Verteidigungspartner über die reine Drohnenhardware hinausgeht und sich auf das gesamte „Hornet Vision"-Paket erstreckt, das digitale Videoübertragung, Fernsteuerung, Künstliche Intelligenz und mehr umfasst. Dieses System wurde ursprünglich entwickelt, weil chinesische digitale Steuerungssysteme aufgrund der anhaltenden geopolitischen Konflikte nicht mehr nutzbar waren. Nachdem das Unternehmen kürzlich erfolgreich den Fernbetrieb seiner „Sting"-Abfangdrohne aus 2.000 Kilometern Entfernung außerhalb der Ukraine demonstrierte, wächst das Interesse der Partner an dem kompletten Hardware- und Softwarepaket.

Trotz der zunehmenden Bedrohung durch autonome Luftsysteme erklärte der anonyme Sprecher gegenüber DOU, dass Drohnenschwärme nicht so existieren, wie sie oft dargestellt werden. Er bezeichnete sie als „eine coole Legende und einen Betrugsmechanismus, um naiven Investoren Geld aus der Tasche zu ziehen". Das Unternehmen verspricht, die Schwarmtechnologie zu integrieren, sobald sie tatsächlich verfügbar und ausgereift ist, derzeit sei sie jedoch weder eine Option noch eine reale Bedrohung. „Wir hoffen, dass der Krieg endet", fügte der Sprecher hinzu. „Dann werden wir uns nicht mehr auf die Steigerung der Produktion konzentrieren, sondern auf Technologie, Forschung und Entwicklung, Designlösungen und die Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern."

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