Brasilianischer Senatsausschuss billigt Gesetzentwurf für nationales Null-Methan-Programm
2026-07-08 11:30
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de.wedoany.com-Bericht: Der Wirtschaftsausschuss des brasilianischen Senats hat am 7. einen Gesetzentwurf gebilligt, der die Schaffung des Nationalen Null-Methan-Programms (Programa Nacional do Metano Zero) vorsieht. Der Entwurf wurde nun an den Umweltausschuss weitergeleitet.

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Der Vorschlag zielt darauf ab, die Stromerzeugung aus städtischen, industriellen und landwirtschaftlichen Abfällen zu fördern und ein Null-Methan-Zertifikat (Certificado Metano Zero) einzuführen, das an Unternehmen vergeben werden kann, die eine Reduzierung ihrer Methanemissionen nachweisen. Für die Zertifizierung müssen die betreffenden Anlagen technische Studien vorlegen, ihre Emissionen überwachen und die im Programm festgelegten Umweltauflagen erfüllen. Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, dass Gemeinden mit mehr als 500.000 Einwohnern Machbarkeitsstudien für Technologien zur energetischen Abfallverwertung durchführen müssen.

Der Vorschlag ändert auch die Nationale Politik für feste Abfälle (Política Nacional de Resíduos Sólidos). Demnach sollen städtische Reinigungsdienste in Gebieten ohne getrennte Abfallsammlung vorrangig auf energetische Verwertungslösungen setzen. In Gebieten mit getrennter Sammlung sollen wirtschaftlich verwertbare Materialien weiterhin dem Recycling zugeführt werden. Der Autor des Vorschlags, Senator Fernando Dueire (Brasilianische Sozialdemokratische Partei – Pernambuco), erklärte, die Maßnahme könne neue Investitionen anregen und Recyclinggenossenschaften stärken. Er ist der Ansicht, dass der Gesetzentwurf ein Umfeld der Rechtssicherheit und Planbarkeit für Investitionen schafft, die technologische Entwicklung anregt und die Mechanismen zur Zertifizierung, Steuerung und Vermarktung von Umweltgutschriften stärkt.

Das Programm umfasst drei Hauptmodelle der energetischen Abfallverwertung: Anaerobvergärungsanlagen, die organische Abfälle in Biogas umwandeln, das zur Strom- und Wärmeerzeugung oder zur Herstellung von Biomethan genutzt werden kann, wobei gleichzeitig Biodünger produziert wird; Mitverbrennungsanlagen für Ersatzbrennstoffe (CDR), die Abfälle in industriellen Prozessen wie der Zementherstellung und der Stromerzeugung in Wärmekraftwerken als Brennstoff nutzen; sowie Anlagen zur energetischen Verwertung von Siedlungsabfällen (URE), die durch thermische oder biologische Prozesse Energie erzeugen und die Menge der auf Deponien verbrachten Abfälle reduzieren. Als Beispiel wird im Vorschlag die URE in Barueri (SP) genannt, die voraussichtlich 2027 in Betrieb gehen soll, jährlich 300.000 Tonnen Abfälle verarbeiten und genug Strom für rund 320.000 Menschen erzeugen kann.

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