Grundsteinlegung für neues Alstom-Werk in Portugal – Auftrag über 153 Züge erhalten
2026-07-08 16:23
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de.wedoany.com-Bericht: Der Grundstein für den neuen Industriestandort von Alstom in Matosinhos, in der portugiesischen Region Porto, wurde offiziell gelegt. Dies ist ein entscheidender Schritt nach der Unterzeichnung eines Vertrags mit Comboios de Portugal (CP) über die Lieferung von 153 Nahverkehrs- und Regionalzügen. Das Projekt zielt darauf ab, ein neues Eisenbahnindustriezentrum in Portugal zu schaffen und die Rolle des Landes im europäischen Industrienetzwerk von Alstom zu stärken.

Alstom verstärkt seine industrielle Präsenz in Portugal und festigt seine Rolle im nationalen Eisenbahn-Ökosystem

Das Gelände erstreckt sich über mehr als 20.000 Quadratmeter und wird mit modernster Produktionstechnologie ausgestattet. Die Bauarbeiten erfolgen in Zusammenarbeit mit dem portugiesischen Tiefbauunternehmen DST. Das Projekt entspricht vollständig der Strategie von Alstom zur Optimierung der industriellen Aufstellung, indem ein Teil der Produktion näher am portugiesischen Markt angesiedelt wird, um die Betriebseffizienz zu steigern, die Logistikkomplexität zu reduzieren und die Lieferleistung sicherzustellen.

Das Projekt wird voraussichtlich rund 300 direkte und über 1.000 indirekte Arbeitsplätze schaffen und zur Entwicklung von Fachkenntnissen im lokalen Eisenbahnsektor beitragen. Insgesamt 81 Züge werden in Portugal gefertigt, um die heimische Industrie zu stärken und ein nationales Eisenbahn-Ökosystem aufzubauen.

Der portugiesische Premierminister Luís Montenegro erklärte, diese Zusammenarbeit spiegele den industriellen Ehrgeiz und die technologischen Fähigkeiten des Landes wider. Ein Eisenbahnprojekt dieser Größenordnung erfordere starke Allianzen mit zuverlässigen langfristigen Partnern. Der Präsident von Comboios de Portugal, Pedro Moreira, bezeichnete das Projekt als transformativ, da es einen moderneren, effizienteren und zugänglicheren Service biete, wobei die Züge in Portugal hergestellt würden. Andrew DeLeone, Präsident von Alstom für Europa, wies darauf hin, dass das Projekt nicht nur ein industrieller Meilenstein sei, sondern auch eine Schlüsselrolle bei der termingerechten Auslieferung des CP-Vertrags spiele. David Torres, Geschäftsführer von Alstom Portugal, ergänzte, dass die lokalen Kapazitäten eine effiziente Vertragserfüllung unterstützen und gleichzeitig zur Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze sowie zu einer wettbewerbsfähigeren Eisenbahnindustrie beitragen würden.

Die am neuen Standort produzierten, neuartigen Dreiwagenzüge der nächsten Generation bieten Platz für bis zu 450 Fahrgäste und sind speziell für den portugiesischen Markt konzipiert. Die Züge verfügen über stufenlose Einstiege, einen durchgehend flachen Boden, WLAN-Anschluss sowie spezielle Bereiche für Rollstühle und Fahrräder. Die Fahrzeuge werden nach ökologischen Designprinzipien entwickelt und sind zu über 95 % recycelbar.

Alstom ist seit über 30 Jahren in Portugal präsent. Derzeit werden zwei von drei in Portugal verkehrenden Zügen von Alstom hergestellt oder nutzen deren Technologie – darunter Hochgeschwindigkeitszüge, Regionalzüge, U-Bahnen und Nahverkehrszüge. Im digitalen Bereich werden über 1.500 Kilometer des portugiesischen Schienennetzes sowie mehr als 500 Fahrzeugeinheiten vom ATP*-System von Alstom verwaltet. Im städtischen Verkehr liefert Alstom das Signalsystem für die Metro do Porto, fertigte die ersten 102 Züge und rüstete 18 kürzlich vom Betreiber beschaffte Züge mit fahrzeugseitigen ATP-Systemen aus.

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