de.wedoany.com-Bericht: Zum 12-jährigen Bestehen der chilenischen Minera Centinela treibt das Unternehmen sein bislang größtes Expansionsprojekt voran. Die 2014 aus den Minen Esperanza und Tesoro hervorgegangene Gesellschaft setzt auf neue Technologien, autonomen Betrieb und eine Reihe von Projekten, die den Bergbau in der Region Antofagasta verändern, um in eine noch größere Produktionsphase einzutreten.

Kern der Expansion ist der Bau einer zweiten Aufbereitungsanlage – der größten Einzelinvestition der Muttergesellschaft Antofagasta Minerals mit einem Volumen von 4,4 Milliarden US-Dollar. Das Projekt soll 2027 in Betrieb gehen und dem Unternehmen eine zusätzliche Jahreskapazität von 144.000 Tonnen Kupfer sowie eine Verlängerung der Minenlebensdauer um 30 Jahre bringen.
Die Entwicklung von Minera Centinela zeigt sich auch im Betriebsmodell. Das Unternehmen baut eine der größten Flotten autonomer Fahrzeuge in Chile auf und strebt an, bis Ende des Jahres über 100 autonome Lkw zu verfügen. Diese Technologie wird seit 2023 in der Mine Esperanza Sur und seit 2026 in der Mine Encuentro Sulfuros eingesetzt – den beiden einzigen vollständig autonomen Lagerstätten von Antofagasta Minerals.
Bis 2027 wird Centinela der einzige Bergbaukomplex in Chile sein, der gleichzeitig fünf Abbaubereiche betreibt. Zu den neuen Projekten gehört Polo Sur Óxidos, das durch die optimale Nutzung bestehender Infrastruktur und lokaler Arbeitskräfte die Lebensdauer der hydrometallurgischen Produktionslinie verlängern soll, sowie die Erschließung neuer Phasen in den Bereichen Mirador und El Llano. Schätzungen zufolge verfügen diese Abbaubereiche über rund 45 Millionen Tonnen Sulfid- und 40 Millionen Tonnen Oxidkupferressourcen.
Bei voller Auslastung wird Minera Centinela zu den größten Minen der Branche zählen, mit einer täglichen Erzverarbeitungskapazität von rund 1,3 Millionen Tonnen. Unternehmenschef Nicolás Rivera erklärte kürzlich auf der Messe Exponor, das Projekt sei eine Chance für den Konzern, die Region Antofagasta und die umliegenden Gemeinden – nicht nur wegen des enormen Investitionsvolumens, sondern auch wegen der positiven Auswirkungen auf lokale Zulieferer, Beschäftigung und regionale Entwicklung.
In der Region Sierra Gorda sind zwei bedeutende Gemeinschaftsprojekte im Bau, darunter ein Kultur- und Gemeindezentrum sowie die Pflasterung neuer Straßen. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf über 30 Millionen US-Dollar, die Fertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen.









