Rice University und Max-Planck-Gesellschaft starten Q-RaMP zur Beschleunigung der Entdeckung von Quantenmaterialien
2026-07-09 13:44
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de.wedoany.com-Bericht: Die Rice University und die deutsche Max-Planck-Gesellschaft haben kürzlich eine länderübergreifende Forschungsvereinbarung unterzeichnet, um die Quantenmaterialien-Partnerschaft Rice und Max Planck (Q-RaMP) zu etablieren. Die Vereinbarung wurde von Rice-Präsident Reginald DesRoches und der Vizepräsidentin der Max-Planck-Gesellschaft, Claudia Felser, in Paris unterzeichnet. Die Zusammenarbeit wird Teams aus den Bereichen Festkörperphysik, Materialwissenschaften und Computertechnik vereinen. Ziel dieser Kooperation ist es, eine grundlegende Herausforderung der Quanteninformationswissenschaft zu bewältigen: die Umwandlung abstrakter theoretischer physikalischer Modelle in physische Quantenkristalle, die in industriellen Energie-, Sensor- und Rechenhardwaren stabil betrieben werden können.

Der Kern von Q-RaMP ist das Rice Center for Quantum Materials sowie fünf spezialisierte Max-Planck-Institute. Zu den operativen Aufgaben gehören die Entdeckung, Kristallisation und Validierung topologischer und chiraler Quantenmaterialien. Der Kooperationsrahmen umfasst gemeinsame Tenure-Track-Berufungen und fortlaufende Austauschprogramme für Doktoranden, mit dem Hauptziel einer effizienten klassischen und Quanteninformationsverarbeitung sowie nachhaltiger Energie. Der physikalische Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf komplexen Quantenstrukturen, wie der strukturellen Isolierung und makroskopischen Synthese chiraler topologischer Kristalle der Platin-Gallium-Konfiguration (PtGa). Obwohl mathematische Simulationen die Existenz von Materialien mit widerstandsfreien Elektronenpfaden oder einzigartigen spinpolarisierten Transporteigenschaften vorhersagen können, bleibt die Synthese dieser Materialien ohne strukturelle Defekte äußerst herausfordernd. Das Programm kombiniert die dynamische Tenure-Track-Forschungskultur amerikanischer Labore mit dem langfristigen, neugierdegetriebenen Finanzierungsmodell der Max-Planck-Gesellschaft und bündelt die Infrastruktur, die zur Beschleunigung der Entdeckung physikalischer Materialien erforderlich ist.

Die konkrete Umsetzung des Projekts wird auf dem Rice Center for Quantum Materials sowie mehreren spezialisierten Max-Planck-Einrichtungen basieren, darunter das Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden, das Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg, das Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart, das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle und das Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden.

Unter der gemeinsamen Aufsicht der Gründungsdirektorin Emilia Morosan und des geschäftsführenden Direktors des Max-Planck-Instituts, Philip Moll, wird Q-RaMP die Entwicklung von Humankapital als zentralen Mechanismus für langfristige Skalierbarkeit nutzen. Der Rahmen unterstützt die institutsübergreifende Zusammenarbeit durch gemeinsame Workshop-Zyklen, gemeinsame Berufungen internationaler Fakultätsmitglieder und vollständig finanzierte Austauschkanäle für Doktoranden. Nachwuchswissenschaftler können Einrichtungen wie fortschrittliche Dünnschichtabscheidungs-Reinräume, Tieftemperatur-Spektroskopielabore und Supercomputer für die Modellierung hochdichter Materialien nutzen, um Fachkräfte für die aufkommende Quantenwirtschaft auszubilden.

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