China verschärft Kontrolle über strategische Mineralien: 36 Schlüsselrohstoffe in Verzeichnis aufgenommen

2026-07-09 17:10
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de.wedoany.com-Bericht: Das chinesische Handelsministerium hat kürzlich offiziell ein Melde- und Überwachungssystem für Exportkontrollen strategischer Mineralien eingeführt, das darauf abzielt, Schmuggel und Umgehungen der Exportkontrollen sowie andere Verstöße entlang der gesamten Lieferkette zu verfolgen. Gleichzeitig wurden zwei japanische Staatsangehörige von den zuständigen chinesischen Behörden rechtmäßig inhaftiert, weil sie versuchten, Seltenerdmagnete zu schmuggeln, indem sie sie in gewöhnlichen Elektromotoren versteckten. Diese beiden Vorfälle werden von der Bergbauindustrie als klares Signal für die Verschärfung der Kontrolle über strategische Mineralressourcen durch China gewertet. Dahinter steckt keine kurzfristige Handelsvergeltung oder Spekulation auf den Kapitalmärkten, sondern ein langfristiges institutionelles Arrangement, das die gesamte Kette von der Förderung bis zum Export abdeckt.

Diese Verschärfung zeigt sich sowohl bei der Förderung als auch beim Export. Auf der Förderungsseite wurden in der neuen Fassung der „Durchführungsverordnung zum Mineralressourcengesetz" 36 Schlüsselrohstoffe in das strategische Verzeichnis aufgenommen. Neue Abbaugenehmigungen sind im Wesentlichen ausgesetzt, die jährlichen Förderquoten werden strikt umgesetzt, und die Genehmigungsbefugnisse für Bergbaurechte wurden vollständig zentralisiert. Die kontinuierliche Verschärfung der Umwelt-, Sicherheits- und Energieverbrauchsstandards beschleunigt die Bereinigung kleiner und ineffizienter Minen, wodurch die bestehende Marktstruktur verfestigt wird. Auf der Exportseite deckt das neu eingeführte Melde- und Überwachungssystem zehn Arten von Verstößen ab, darunter Exporte ohne Lizenz, Aufteilung von Waren und Transit über Drittländer, und sieht eine Haftung entlang der gesamten Kette vor, einschließlich Spediteuren, Zollabwicklern und Technologietransfers. Dies bedeutet, dass der Spielraum für frühere Grauzonenpraktiken wie „Umpacken und Umschlagen über andere Häfen" erheblich eingeschränkt wurde.

Das Kernziel dieser Kontrollen ist nicht eine vollständige Unterbrechung der Lieferungen, sondern die Sicherung der industriellen Sicherheit. Strategische Mineralien wie Seltene Erden, Wolfram und Molybdän sind Kernrohstoffe für die Rüstungs-, Halbleiter- und High-End-Fertigungsindustrie und direkt für die Sicherheit der Lieferkette von Bedeutung. Japanische Unternehmen mit Risikopotenzial werden in die Kontrollliste aufgenommen, während konforme Unternehmen nach einer Überprüfung von den Kontrollen befreit werden können. Ziel ist es, graue Kanäle für den Diebstahl von Ressourcen zu schließen und vorrangig die Rohstoffversorgung der chinesischen High-End-Industrie zu sichern.

Betrachtet man die einzelnen Mineralien, so zeichnet sich ein deutlicher Trend zu Angebots- und Nachfragedisparitäten ab. Bei den Seltenen Erden wird die Kombination aus strengen Förderquoten und der Blockierung von Schmuggelwegen die Knappheit bei mittelschweren und schweren Seltenen Erden weiter verschärfen. Die tiefe Verflechtung der nachgelagerten Permanentmagnetmaterialien mit Bereichen wie neuen Energiefahrzeugen, humanoiden Robotern und Windkraft bietet eine stabile Nachfragestütze. Wolfram ist ein unverzichtbarer Rohstoff für Hartmetalle und Wolframhexafluorid in der Halbleiterindustrie, mit einer hohen Abhängigkeit ausländischer, insbesondere japanischer und koreanischer Hersteller. Nachdem der graue Weg des Exports von hochreinem Wolframpulver über Südostasien blockiert wurde, wird das legale Angebot weiter knapp werden. Bei Molybdän, das über die traditionelle Stahlanwendung hinausgeht, generiert die technologische Weiterentwicklung des „Molybdän-als-Wolfram-Ersatz" in den Bereichen KI-Rechenleistung und Speicher-chips neue Nachfrageimpulse. Nach der Aufnahme von Molybdän in die regulären Kontrollen ist das Angebotswachstum begrenzt.

Für Bergbauunternehmen bedeutet diese Runde von Kontrollen einen grundlegenden Wandel der Branchenlogik. Vor dem Hintergrund der weitgehenden Aussetzung neuer Abbaugenehmigungen wird die Knappheit von Unternehmen mit legalen Minen und stabilen Förderquoten immer deutlicher. Unternehmen mit einer vollständigen Wertschöpfungskette von „Bergbau, Verhüttung und Tiefenverarbeitung" weisen eine höhere Widerstandsfähigkeit und Gewinnelastizität auf. Gleichzeitig ist Vorsicht bei zwei Arten von Unternehmen geboten: Erstens solchen ohne eigene Minen, die reine Lohnverarbeitung betreiben, da die Vorteile steigender Rohstoffpreise weitgehend von den vorgelagerten Stufen abgeschöpft werden; zweitens Unternehmen, die lediglich auf den Hype um strategische Ressourcen aufspringen, ohne über substanzielle konforme Produktionskapazitäten zu verfügen. Die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit wird von der Tiefe der Ressourcenbasis, technologischen Durchbrüchen in der Tiefenverarbeitung und der Erschließung von High-End-Anwendungen abhängen.

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