Japan plant, bis 2040 10 Millionen Roboter zur Bewältigung des Arbeitskräftemangels einzusetzen

2026-07-10 09:44
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de.wedoany.com-Bericht: Die japanische Regierung hat eine nationale Strategie angekündigt, die vorsieht, bis 2040 landesweit rund 10 Millionen Roboter einzusetzen, um den durch die alternde Bevölkerung und die strenge Einwanderungspolitik verursachten Arbeitskräftemangel zu bewältigen.

Die als „Noetra“ bezeichnete Strategie wurde von Wirtschaftsminister Ryosei Akazawa vorgeschlagen und zielt darauf ab, Roboter in 18 Branchen einzuführen, wobei Bereiche wie die Lebensmittelproduktion und das Gesundheitswesen priorisiert werden, die bereits unter erheblichem Servicedruck und Arbeitskräftemangel leiden.

Der Plan basiert auf dem multimodalen nationalen Entwicklungsmodell Noetra, das im Rahmen eines Projekts des National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) entwickelt wurde. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung sogenannter „physischer KI“, also Systeme, die künstliche Intelligenz auf konkrete reale Aufgaben wie mechanische Bewegungen, industrielle Abläufe, Personenhilfe oder Notfallmaßnahmen anwenden können.

Zur Umsetzung der Strategie plant Japan die Einrichtung eines KI-basierten Exzellenzzentrums für Robotik, das Unternehmen bei der großflächigen Einführung von Robotern unterstützen, die Forschung fördern und Berufsbildungsprogramme entwickeln soll, um Arbeitnehmer und Organisationen auf die Integration dieser Technologien vorzubereiten.

Ein Kernelement der Strategie ist der Aufbau einer großen Dateninfrastruktur für Robotik und physische KI. Geplant ist die Erfassung von Informationen, die Unternehmen und Branchen über Jahrzehnte in Bereichen wie Altenpflege, Maschinenbedienung, Produktionsprozesse und Naturkatastrophenhilfe gesammelt haben.

Es wird erwartet, dass große Unternehmen wie Sony, Honda, SoftBank und NEC an der Strategie beteiligt sein werden, während auch Fujitsu und Rakuten beitreten könnten. Die japanischen Behörden gehen davon aus, dass die industrielle Erfahrung des Landes und die von Unternehmen gesammelten Datenmengen einen Wettbewerbsvorteil darstellen könnten.

Laut einem Bericht von El Economista erklärte Ryosei Akazawa: „Die Nutzung der gesammelten Daten wird Japans Siegesstrategie sein.“ Die Idee besteht darin, Betriebswissen in trainierte Robotersysteme zu überführen, um den tatsächlichen Bedarf in Branchen zu decken, in denen es zunehmend schwieriger wird, Arbeitskräfte zu rekrutieren.

Die alternde Bevölkerung Japans bildet den Hintergrund für diesen Plan. Da die Zahl der Erwerbstätigen sinkt und die Besetzung offener Stellen über traditionelle Rekrutierungswege schwierig wird, betrachtet die Regierung die Automatisierung als praktikable Lösung, um den Betrieb von Dienstleistungen, Produktion und Lieferketten aufrechtzuerhalten.

Ziel der Strategie ist es nicht nur, sich wiederholende Aufgaben in Fabriken zu ersetzen, sondern die Robotik auch auf Schlüsselbereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens auszuweiten, darunter Gesundheitswesen, Altenpflege, Lebensmittelproduktion und Arbeiten in risikoreichen Umgebungen. Die Systeme sollen autonomer und anpassungsfähiger werden und in Umgebungen funktionieren, die derzeit noch ständige menschliche Aufsicht erfordern.

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