EU-Beschränkung risikoreicher Photovoltaik-Wechselrichter könnte 14 % des europäischen Solarbedarfs 2026–2030 betreffen
2026-07-11 11:01
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de.wedoany.com-Bericht: Eine Analyse von Wood Mackenzie zeigt, dass die Politik der Europäischen Kommission, die Nutzung von Photovoltaik-Wechselrichtern und Stromumwandlungssystemen aus China und Hochrisikoländern aus Gründen der Cybersicherheit einzuschränken, voraussichtlich etwa 14 % des prognostizierten europäischen Solarbedarfs zwischen 2026 und 2030 betreffen könnte.

Dieser Anteil entspricht einer Nachfrage nach Photovoltaik-Wechselrichtern von über 28 GWdc. Die Europäische Kommission trieb den Plan im April voran, um die EU-Finanzierungsunterstützung für Photovoltaikprojekte, die Wechselrichter von Hochrisikoanbietern verwenden, einzuschränken. Die Maßnahme gilt auch für Batteriespeicherprojekte. Wood Mackenzie schätzt, dass die Politik bis zu 12 % der bis 2030 geplanten Speicherinstallationen in der EU betreffen könnte.

Wood Mackenzie wies in seinem Bericht darauf hin, dass die Europäische Kommission die Mitgliedstaaten gleichzeitig auffordert, diese Einschränkung auf alle Solar- und Speicherprojekte anzuwenden, die aus nationalen Haushaltsmitteln finanziert werden. Sollten die Mitgliedstaaten dieser Empfehlung folgen, würde die betroffene Kapazität die derzeitigen Schätzungen bei Weitem übersteigen. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Abhängigkeit des europäischen Marktes von chinesischen Herstellern von Photovoltaik-Wechselrichtern zu verringern und Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit zu begegnen.

Länder in Mittel- und Osteuropa sind von dieser Einschränkung am stärksten betroffen, darunter Rumänien, Bulgarien, die baltischen Staaten und Griechenland. Das Verbot wird sich auch auf große Photovoltaikprojekte auswirken, die von europäischen Institutionen in Nordafrika, dem Nahen Osten und der Kaspischen Region finanziert werden.

Obwohl in Europa hergestellte Wechselrichter im Vergleich zu chinesischen Produkten einen erheblichen Kostenaufschlag aufweisen, geht die Analyse davon aus, dass die Auswirkungen auf die Gesamtprojektkosten begrenzt sind. Es wird ein Anstieg zwischen 2 % und 8 % erwartet, abhängig vom Marktsegment. Diese Daten stimmen mit einer Analyse des European Solar Manufacturing Council (ESMC) auf Basis von S&P Global Energy-Daten überein, die besagt, dass europäische und andere nicht-chinesische Hersteller die europäische Nachfrage decken können, mit einer Auswirkung auf die Projektkosten von nur 2 %. Der Bericht stellt außerdem fest, dass westliche Wechselrichterhersteller bereits über ausreichende Kapazitäten verfügen, um die europäische Nachfrage zu bedienen.

Wood Mackenzie-Analyst Joe Shangraw erklärte, dass die Komplexität der Beschaffung, Änderungen im Projektdesign sowie die Entkopplung integrierter Batterie- und Wechselrichtersysteme zusätzliche Herausforderungen darstellen, insbesondere in preissensiblen osteuropäischen Märkten. Chefanalyst Juan Monge wies darauf hin, dass das Verbot bis 2030 dazu führen werde, dass eine Nachfrage von 4 GW bis 5 GW von chinesischen Herstellern auf andere Anbieter umgeleitet werde. Jedoch seien etwa 80 % der europäischen Nachfrage nach Solar- und Speichersystemen auf private Finanzierung oder nationale Programme angewiesen, in denen die Vorteile chinesischer Wechselrichterhersteller derzeit nahezu unverändert blieben.

Juan Monge fügte hinzu, dass die entscheidende Frage sei, wie die Europäische Kommission das „Reglamento de Ciberseguridad“ (Cybersicherheitsgesetz) aktualisieren werde, um Photovoltaik-Wechselrichter als kritische Infrastruktur einzustufen, und ob die Mitgliedstaaten diesem Beispiel folgen würden, um die Beschränkungen auszuweiten. Die Europäische Kommission leitete im Januar eine Überprüfung des Gesetzes ein und wies darauf hin, dass die Abhängigkeit von einer kleinen Anzahl von Photovoltaik-Wechselrichter-Anbietern ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstelle. Einige Mitgliedstaaten haben bereits Maßnahmen ergriffen, wie Litauen, das den Fernzugriff aus China auf Energiemanagementsysteme verboten hat, und die deutsche Regierung prüft regulatorische Maßnahmen zur Einschränkung der Nutzung chinesischer Wechselrichter in der Energieinfrastruktur. Im Juni erklärte die Europäische Kommission, dass die digitale Infrastruktur im Zusammenhang mit der Solar- und Windstromerzeugung eine neue Priorität im Bereich der Cybersicherheit darstelle, und kündigte Risikobewertungen für entsprechende Anlagen an.

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