de.wedoany.com-Bericht: Pakistan plant, durch Übergangsdarlehen von Bergbauunternehmen Mittel für das etwa 1 Milliarde US-Dollar teure Aufwertungsprojekt der pakistanischen Hauptstrecke 3 (ML-3) zu beschaffen. Dieser Plan wird derzeit von der pakistanischen Planungskommission geprüft.

Gemäß dem Finanzierungsplan stellt die Reko Diq Mining Company (RDMC), an der das kanadische Unternehmen Barrick Gold Corporation 50 % der Anteile hält, ein Übergangsdarlehen in Höhe von 390 Millionen US-Dollar mit einer Laufzeit von zwei Jahren bereit. Nach Ablauf der Laufzeit wird die pakistanische Regierung das Darlehen in einer Summe zurückzahlen. RDMC ist ein Joint Venture, an dem die kanadische Barrick Gold Corporation, die Regierung der Provinz Belutschistan und pakistanische Staatsunternehmen beteiligt sind. Das Unternehmen entwickelt das Kupfer-Gold-Projekt Reko Diq in der Provinz Belutschistan, das als eines der weltweit größten unerschlossenen Kupfer-Gold-Vorkommen gilt.

Die ML-3-Eisenbahnstrecke ist etwa 996 Kilometer lang und verbindet Rohri, Sibi, Quetta und Koh-e-Taftan. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des westlichen Eisenbahnverkehrsnetzes Pakistans. Derzeit ist die Infrastruktur einiger Abschnitte der ML-3 in einem schlechten Zustand; die maximale Betriebsgeschwindigkeit beträgt nur 15 km/h. Auf dem Abschnitt zwischen Quetta und Taftan verkehren monatlich nur etwa zwei Güterzüge, was den Transportbedarf für Mineralexporte nicht decken kann. Um den Exportfrachtbedarf zu den Häfen Gwadar und Karachi zu bewältigen, muss die Höchstgeschwindigkeit der ML-3 auf 100 km/h gesteigert und die Frachtkapazität erhöht werden. Die Aufwertungsarbeiten umfassen hauptsächlich die Erneuerung der Gleise, die Reparatur von Dämmen und Brücken sowie den Bau von 11 neuen Bahnhöfen zwischen Spezand und Taftan. Das Projekt soll in zwei Phasen umgesetzt werden: Die erste Phase ist für den Zeitraum 2026 bis 2030 geplant und umfasst Investitionen von etwa 585 Millionen US-Dollar, wobei der Schwerpunkt auf der Modernisierung der wichtigsten Infrastruktur liegt. Die zweite Phase ist für 2031 bis 2033 vorgesehen und wird voraussichtlich 145 Millionen US-Dollar kosten.

Die Projektfinanzierung und Sicherheitsfragen bleiben eine Herausforderung. Die pakistanische Planungskommission weist darauf hin, dass allein die Sicherheitskosten während der Bauphase voraussichtlich 162 Millionen US-Dollar betragen werden, was etwa 17 % der Gesamtprojektkosten entspricht. Aufgrund mehrerer terroristischer Anschläge und Sicherheitsvorfälle entlang der ML-3 in den letzten Jahren befürchtet die Kommission, dass die langfristigen Sicherheitsvorkehrungen nach Abschluss des Projekts noch unzureichend sind. Darüber hinaus warnt die Planungskommission vor finanziellen Risiken des Übergangsdarlehensmodells. Gemäß dem Plan muss die pakistanische Regierung das Darlehen an RDMC bis Juni 2028 vollständig zurückzahlen, was den finanziellen Druck auf die Regierung erhöhen könnte. Das Projekt soll auch über das pakistanische Public Sector Development Programme (PSDP) finanziert werden, doch im PSDP-Budget für das Haushaltsjahr 2026-2027 sind nur 250 Millionen Rupien (etwa 900.000 US-Dollar) vorgesehen, was weit unter dem Projektbedarf liegt. Die pakistanische Planungskommission erklärte, dass das Projekt bei nicht rechtzeitiger Sicherstellung der Finanzierungsquellen von Verzögerungen bedroht sein könnte, was zu erheblichen Kostensteigerungen führen könnte.






