Polnisches Digitalisierungsministerium plant flächendeckende Festnetz-Breitbandversorgung aller Haushalte bis 2030
2026-07-11 11:06
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Das polnische Digitalisierungsministerium (Ministerstwo Cyfryzacji) arbeitet derzeit am „Nationalen Plan für den Ausbau und die Resilienz von Breitbandnetzen“ (Narodowy Plan Rozwoju i Odporności Sieci Szerokopasmowych). Ziel ist es, bis 2030 allen Haushalten im Land einen vollständigen Zugang zum Festnetz-Breitbandinternet zu ermöglichen.

Die Abgeordnete der Partei Recht und Gerechtigkeit, Lidia Czechak, richtete eine Anfrage an das polnische Digitalisierungsministerium, in der sie auf das Problem hinwies, dass einige Einwohner der Gemeinde Żerków im Kreis Jarocin in der Woiwodschaft Großpolen keinen Zugang zum Glasfaserinternet haben. Die Abgeordnete erkundigte sich zudem nach geplanten Maßnahmen für Gemeinden, die weiterhin von der digitalen Kluft betroffen sind, ob zusätzliche Mittel bereitgestellt werden, um diesen Gemeinden einen vollständigen Glasfaseranschluss zu ermöglichen, und ob das Ministerium plane, einen Mechanismus zu schaffen, der Betreiber dazu verpflichtet, Investitionen in bereits geförderten Gebieten abzuschließen.

Der stellvertretende Minister für Digitalisierung, Michał Gramatyka, verwies in seiner Antwort auf Daten aus dem Bericht „Polen im Bereich des stationären Internetzugangs“ (Polska w zasięgu stacjonarnego dostępu do internetu). Zum Ende des ersten Quartals 2026 gab es in der Gemeinde Żerków insgesamt 2676 Adresspunkte, von denen 1115 als „weiße Flecken“ galten – also Adresspunkte ohne Zugang zum Internet mit einer Geschwindigkeit von mindestens 100 Mb/s. Bereits gemeldete kommerzielle Investitionspläne sehen vor, innerhalb der nächsten drei Jahre 162 dieser „weißen Flecken“ in der Gemeinde mit Festnetz-Breitbanddiensten zu versorgen. Laut dem Informationssystem für den Festnetz-Breitband-Internetzugang (Portal internet.gov.pl) sind derzeit alle Adresspunkte in den Dörfern Sucha und Sierszew „weiße Flecken“, während einige Adresspunkte im Dorf Dobieszczyzna, wie beispielsweise Dobieszczyzna 55, bereits im Glasfaserversorgungsbereich liegen.

Michał Gramatyka erklärte, dass das polnische Digitalisierungsministerium aktiv daran arbeite, allen Haushalten in Polen einen Hochgeschwindigkeits-Internetzugang zu ermöglichen, und weitere Interventionsmaßnahmen vorbereite. Im Rahmen dieser Vorbereitungen werde derzeit der „Nationale Plan für den Ausbau und die Resilienz von Breitbandnetzen“ detailliert ausgearbeitet. Dieses Dokument solle das zentrale strategische Papier für den Ausbau des Hochgeschwindigkeits-Internetzugangs in Polen werden. Eines seiner drei Hauptziele sei es, bis 2030 die vollständige Versorgung aller Haushalte mit Festnetz-Breitbandinternet sicherzustellen. Das Ministerium plane zudem, im nächsten Finanzrahmen (2028–2034) EU-Mittel für die Finanzierung solcher Investitionen zu erschließen.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com
relevante Produkte