de.wedoany.com-Bericht: Das schottische Unternehmen Bear Scotland plant Böschungsstabilisierungsarbeiten auf der A83 zwischen Loch Restil und Butterbridge in der Region Argyll and Bute, nördlich des rutschungsgefährdeten Abschnitts „Rest and Be Thankful".
Im Auftrag von Transport Scotland wird Bear Scotland am 13. Juli mit den Böschungsstabilisierungsarbeiten auf zwei Abschnitten der A83 beginnen. Die Arbeiten werden von deren strategischem Projektteam durchgeführt, die Planung erfolgt durch Jacobs. Die beiden Baustellen liegen nebeneinander, in der Nähe von Loch Restil und Butterbridge.
An der Baustelle Loch Restil ergaben geotechnische Untersuchungen, dass zwei Auskolkungen zu einer inneren Instabilität der Böschung geführt haben, weshalb die Maßnahmen beschlossen wurden. Ein Sprecher von Bear Scotland erklärte, die Auskolkungen seien auf Erosion durch Wasser aus angrenzenden Gewässern zurückzuführen. An der Baustelle Butterbridge kam es zu einem Abrutschen der Böschung, wodurch das Fundament der Schutzplanke unterhöhlt wurde. Der Sprecher ergänzte, dass steile Hänge und Oberflächenabfluss von den Hängen mögliche Einflussfaktoren seien.
Die Instabilität dieses Abschnitts der A83 ist hauptsächlich auf die oberflächennahe Geologie (superficial geology) zurückzuführen, die aus Moränenmaterial und Schwemmland besteht. Der Sprecher wies darauf hin, dass diese Ablagerungen schlecht sortierte Sedimente und Tonmaterial enthalten können, die anfällig für die wechselhaften Wetterbedingungen in der Region Argyll sind.
In Loch Restil wird die Stabilisierungslösung den Bau einer neuen Uferböschung mit Steinkörben (rock bags) umfassen. Steinkörbe bestehen aus synthetischen Netzsäcken, die mit Gestein einer einzigen Korngröße oder einer engen Kornabstufung gefüllt werden. In Butterbridge werden zunächst die Böschung ausgehoben und abgestuft, dann ein Geotextil verlegt und schließlich mit 6F2-Füllmaterial verfüllt. Die Böschung wird zudem verbreitert, um einen ausreichenden Abstand für die zu ersetzende Schutzplanke zu gewährleisten.
Bear Scotland gab an, dass alle Arbeiten von den Wetter- und Böschungsbedingungen abhängen, die möglicherweise erst nach Beginn der Untersuchungen vollständig bekannt sind. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Arbeiten bis zum 14. September abgeschlossen sein werden.
Michael Baxter, Projektmanager für Verbesserungen im Nordwesten bei Bear Scotland, betonte, dass diese Böschungsstabilisierungsarbeiten für den dauerhaften sicheren Betrieb der A83 von entscheidender Bedeutung seien. Die Arbeiten seien so geplant, dass die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich gehalten werden. Es werden rund um die Uhr wechselseitige Verkehrsampeln und eine vorübergehende Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Meilen pro Stunde eingesetzt, jedoch sind Verzögerungen zu Spitzenzeiten zu erwarten.
Der anfälligste Abschnitt der A83 ist ihr höchster Punkt „Rest and Be Thankful". Nach einem großen Erdrutsch im Jahr 2020 arbeitet Transport Scotland an einer langfristigen Lösung, die einen 1,4 Kilometer langen Murgangschutzüberbau vorsieht. Gleichzeitig gibt es eine mittelfristige Option, auf der Old Military Road eine widerstandsfähigere Umleitungsroute zu bauen. Einem aktuellen Update vom Oktober zufolge sind die geologischen Untersuchungen für die langfristige Lösung abgeschlossen.






