Deutsche Telekom und Ericsson bauen privates 5G-Netz für HHLA-Terminal in Hamburg
2026-07-14 10:37
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Die Deutsche Telekom und der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson haben kürzlich am Containerterminal Altenwerder der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ein privates 5G-Campusnetz in Betrieb genommen. Das Netzwerk deckt eine Fläche von etwa einem Quadratkilometer ab und kann Fahrzeuge, Sensoren, mobile Endgeräte und Informationssysteme im Terminal vernetzen. Es bietet eine drahtlose Kommunikationsbasis für automatisierte Be- und Entladevorgänge, Geräteüberwachung und Echtzeit-Logistiksteuerung.

Der Aufbau orientiert sich an den realen Betriebsbedingungen eines hochautomatisierten Containerterminals. Im Hafengebiet gibt es eine große Anzahl von Fahrzeugen und Geräten, die Produktionsprozesse laufen kontinuierlich, und in einigen Arbeitsbereichen kann es zu einer Konzentration der Kommunikationslast kommen. Das neue 5G-Campusnetz nutzt die Private-5G-Lösung von Ericsson, um die Kommunikationsstabilität auch unter hoher Last zu gewährleisten. Die Netzkapazität kann bei einer Zunahme der Terminalausrüstung und sich ändernden Geschäftsanforderungen weiter ausgebaut werden.

Im Gegensatz zu öffentlichen Mobilfunknetzen handelt es sich bei der Installation am CTA-Terminal um ein privates Netz, das ausschließlich dem Produktionssystem des Hafens dient. Die Netzabdeckung ist auf den Terminalbetriebsbereich abgestimmt und ermöglicht es, automatisierte Fahrzeuge, lokale Sensoren, mobile Geräte der Mitarbeiter und Backend-IT-Systeme in dieselbe Kommunikationsumgebung einzubinden. Dies reduziert die Fragmentierung der Verbindungen, die entsteht, wenn verschiedene Geräte auf separate WLANs oder andere Kommunikationswege angewiesen sind.

Während des Terminalbetriebs müssen Fahrzeugpositionen, Containerstatus, Gerätebetriebsparameter und Steuerungsanweisungen kontinuierlich übertragen werden. Nach der Inbetriebnahme des privaten 5G-Netzes können relevante Daten in Echtzeit zwischen den Feldgeräten und den Backend-Systemen ausgetauscht werden. Dies schafft die kommunikativen Voraussetzungen für Fahrzeugdisposition, Be- und Entladeorganisation, Gerätezustandsüberwachung und Störungsbehandlung. Die geringe Latenz und die hohe Verbindungsdichte des Netzes bieten zudem eine Grundlage für die spätere Integration zusätzlicher Automatisierungsgeräte.

Das Netzwerk wurde gleichzeitig als Testumgebung für digitale Hafen-Technologien aufgebaut. Die HHLA und ihre Partnerunternehmen können unter realen Terminalbetriebsbedingungen neue Automatisierungsgeräte, Logistikanwendungen und drahtlose Verbindungslösungen testen. Durch die direkte Platzierung der Testumgebung in einem aktiven Containerterminal können die relevanten Technologien unter sich ständig ändernden Bedingungen von Fahrzeugbewegungen, Gerätebetrieb und Kommunikationslast validiert werden. Nach Abschluss der Tests können sie direkt in die bestehenden Produktionsabläufe integriert werden.

Michael Albers, IT-Projektmanager bei der HHLA, erklärte, dass das private 5G-Campusnetz eine zuverlässige drahtlose Infrastruktur für das Terminal bilde. Es ermögliche, neue Anwendungen unter realen Bedingungen zu testen und in Betrieb zu nehmen, und biete Partnern eine reale Umgebung für die Entwicklung und Validierung von Hafenlösungen.

Der Netzaufbau ist Teil des Projekts „PROCON-5G“ und Bestandteil des Förderprogramms „Digitales Testfeld Hafen“ in Deutschland. Dieses Programm wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr unterstützt. Zu den Schwerpunkten des Aufbaus gehören der Ausbau der digitalen Infrastruktur von See- und Binnenhäfen sowie die Schaffung einer Kommunikationsumgebung im Hafengebiet, die die Entwicklung, Erprobung und Validierung neuer Technologien ermöglicht. Der TÜV Rheinland ist für das Projektmanagement des Programms verantwortlich.

Mit der Fertigstellung des 5G-Campusnetzes am CTA-Terminal hat sich die Kommunikationsinfrastruktur von einer dezentralen Geräteanbindung zu einem privaten Netz entwickelt, das das Produktionssystem des Hafens abdeckt. Bei der späteren Integration zusätzlicher automatisierter Fahrzeuge, intelligenter Sensorgeräte und Echtzeit-Logistiksysteme kann auf das bestehende 5G-Netz zurückgegriffen werden, um den Anschlussbereich und die Kommunikationskapazität zu erweitern.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com
relevante Produkte