Rockwell Automation Bericht aus den USA: 93 % der Hersteller haben MES eingeführt, aber nur 23 % vollständig integriert
2026-07-15 15:11
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de.wedoany.com-Bericht: Rockwell Automation (NYSE: ROK) aus den USA hat kürzlich den Branchenbericht „Unternehmensweite MES-Skalierung" veröffentlicht, der 1.560 Entscheidungsträger aus der Fertigungs- und Industriebranche in 17 wichtigen Fertigungsländern und -regionen umfasst. Der Bericht zeigt, dass Manufacturing Execution Systems (MES) zwar weit verbreitet sind, die Hersteller jedoch weiterhin vor entscheidenden Herausforderungen bei der unternehmensweiten Skalierung stehen, was die Verbesserung der Gesamtbetriebsleistung und die langfristige Wertschöpfung einschränkt.

Derzeit haben die meisten Hersteller MES in mindestens einem Fertigungsstandort eingeführt und betreiben es, aber nur wenige können einen stabilen Betrieb in allen Werken gewährleisten. Probleme wie Systemfragmentierung, unzureichende Datennutzung und steigende Betriebsrisiken schränken die Fähigkeit der Hersteller ein, aus bestehenden Investitionen einen größeren Nutzen zu ziehen.

Branchenbericht von Rockwell Automation zeigt: 93 % der Hersteller haben MES eingeführt, aber nur 23 % vollständig integriert

Zu den wichtigsten Ergebnissen des Berichts gehören: 93 % der Hersteller haben MES eingeführt, aber nur 28 % haben eine unternehmensweite vollständige Einführung erreicht, und nur 23 % geben an, dass ihr MES vollständig in Enterprise Resource Planning (ERP), Product Lifecycle Management (PLM), Qualitäts- und Betriebstechnologiesysteme (OT) integriert ist. 44 % der Hersteller nennen Integrationsfähigkeiten als wichtigstes Kriterium bei der Beschaffung von MES, und Integration ist auch die größte Herausforderung bei der Modernisierung von Unternehmen; 33 % der Befragten betrachten MES als ihr größtes Datenintegrationsproblem. Im Bereich KI erwarten die Hersteller, dass innerhalb des nächsten Jahres 42 % der Prozesse durch KI unterstützt werden, bis 2030 soll dieser Anteil auf 54 % steigen, aber 43 % der Unternehmen geben an, dass sie die bereits gesammelten Daten noch nicht effektiv nutzen. Darüber hinaus haben 46 % der Hersteller im vergangenen Jahr Cybersicherheitsvorfälle erlebt, und 43 % nennen Sicherheit und Compliance als zweitwichtigstes Kriterium bei der MES-Beschaffung.

In der Praxis nutzt Kumi North America, ein Tier-1-Automobilzulieferer, der sich auf Kunststoffspritzgussteile für Fahrzeuginnenräume und Baugruppen spezialisiert hat, die MES-Technologie von Rockwell für die skalierte Einführung. Das Unternehmen begann 2008 mit der Einführung des Plex-Systems und führte diese intelligente Fertigungssoftware schrittweise in seinen Fertigungsstandorten in den USA und Kanada ein. Kürzlich wurde Plex MES Automation and Orchestration (MES A&O) eingeführt. Paul Andrews, Vice President of Systems bei Kumi North America, erklärte, dass vor der Einführung von Plex die verschiedenen Betriebsabläufe nur schwer koordiniert werden konnten und einige Standorte überhaupt keine Softwaresysteme hatten. Mit dem Wachstum von Kumi haben sie die Plex-Einführung kontinuierlich ausgeweitet und die Plex-Technologie auf neue Weise angewendet.

Anthony Murphy, Vice President of Product Management bei Rockwell Automation, wies darauf hin, dass die Einführung von MES nicht mehr das Haupthindernis sei; die eigentliche Herausforderung liege in der unternehmensweiten Skalierung. Viele Hersteller hätten erste Investitionen getätigt, könnten aber den vollen Nutzen noch nicht ausschöpfen. Die Rolle von MES erweitere sich von der Produktionsverfolgung hin zur Bereitstellung von Erkenntnissen für das gesamte Betriebsgeschehen, wie Qualitätsmanagement, Mitarbeitereffizienz und Lieferkettenprognosen. Die Vernetzung der Systeme biete auch mehr Möglichkeiten für KI-Anwendungen. Dank der flexiblen Edge-to-Cloud-Bereitstellung von Plex MES können Hersteller schnell alle Produktionsbereiche verbinden und die Skalierung schrittweise entsprechend den Geschäftsanforderungen vorantreiben.

Lorenzo Veronesi, Associate Research Director bei der Fertigungsforschungsinstitution IDC, erklärte, dass Hersteller begonnen hätten, sich der anspruchsvolleren Aufgabe der MES-Skalierung zu stellen. Integration sei sowohl das wichtigste Beschaffungsbedürfnis als auch die größte Herausforderung bei der Modernisierung. Wenn Unternehmen Probleme wie Systemfragmentierung und unzureichende Datennutzung nicht lösten, könnten sie den vollen Wert von MES nicht ausschöpfen.

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