de.wedoany.com-Bericht: Am 15. Juli 2026 veröffentlichte der ukrainische Pelletproduzent Ferrexpo seinen Produktionsbericht und ein Handelsupdate für das zweite Quartal 2026. Dem Bericht zufolge stieg die gesamte Eisenerzproduktion des Unternehmens im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 63 %, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass die Produktion nach einem nahezu vollständigen Stillstand im ersten Quartal aufgrund von Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur im zweiten Quartal wieder stabil aufgenommen wurde. Aufgrund des anhaltenden Konflikts in der Ukraine, logistischer Störungen und anderer Faktoren betreibt die Gruppe derzeit jedoch weiterhin nur eine Pelletproduktionslinie.
Die gesamte Eisenerzproduktion belief sich im zweiten Quartal auf 963.000 Tonnen, ein Anstieg von 63 % gegenüber dem Vorquartal, aber ein Rückgang von 24 % gegenüber dem Vorjahr. Davon betrug die Pelletproduktion 860.000 Tonnen (ein Anstieg von 64 % gegenüber dem Vorquartal und ein Plus von 5 % gegenüber dem Vorjahr) und die Produktion von Eisenerzkonzentrat (Fe67 %) belief sich auf 103.000 Tonnen (ein Anstieg von 52 % gegenüber dem Vorquartal, aber ein Rückgang von 77 % gegenüber dem Vorjahr). Bei den Pelletprodukten betrug die Produktion von Direct-Reduction-Pellets (Fe67 %) 163.000 Tonnen; die Produktion von hochwertigen Pellets (Fe65 %) lag bei 697.000 Tonnen, ein Anstieg von 33 % gegenüber dem Vorquartal, aber ein Rückgang von 15 % gegenüber dem Vorjahr.
Das Unternehmen gab an, im zweiten Quartal durch den Export von Direct-Reduction-Pellets die Verkaufsstruktur verbessert zu haben und weiterhin in einem eingeschränkten Umfeld die Kundenverteilung und das Produktportfolio zu steuern. Gleichzeitig steht die Gruppe weiterhin unter operativem Druck durch regionale Konflikte, logistische Einschränkungen, Arbeitskräftemangel und die Aussetzung der Mehrwertsteuerrückerstattung. Sie schützt das Betriebskapital weiterhin durch Kostensenkungen, kontrollierte Beschaffung und die Aussetzung nicht notwendiger Kapitalausgaben.
Hinsichtlich der Zukunftspläne erklärte Ferrexpo, dass der Vorstand die Eigenkapitalfinanzierung derzeit für den gangbarsten Weg halte, mit dem Ziel, mindestens 100 Millionen US-Dollar aufzubringen, um das Betriebskapital, kurzfristige Betriebsanforderungen, die Produktionssteigerung sowie die zuvor verschobenen Ausgaben für die Abspaltung des Bergbaus und Kapitalausgaben zu unterstützen. Basierend auf der aktuellen Produktivität, den Energiepreisprognosen und der optimierten Verkaufsstruktur geht die Gruppe davon aus, dass die derzeit verfügbaren Netto-Barmittel ausreichen, um den Betrieb im aktuell eingeschränkten Umfeld bis Anfang des vierten Quartals 2026 aufrechtzuerhalten.










