Indische Zementindustrie: Schwaches Produktionswachstum im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026-27 erwartet
2026-07-17 11:42
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de.wedoany.com-Bericht: Das Produktionswachstum der indischen Zementindustrie könnte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026-27 schwach ausfallen und sich erst im zweiten Halbjahr erholen – so die neueste Einschätzung von Nuvama Institutional Equities (kurz Nuvama). Das Maklerhaus wies darauf hin, dass eine im April 2026 gestartete Preiserhöhungsrunde nicht ausreicht, um den Rückgang der Gesamtrentabilität der Branche auszugleichen.

Die schwache Nachfrage in Verbindung mit den für die Geschäftsjahre 2026-27 und 2027-28 geplanten neuen Kapazitäten dürfte die Preise weiterhin unter Druck setzen – dies ist der Hauptgrund für die eher verhaltenen Marktaussichten. Der Bericht analysiert, dass globale Unsicherheiten, Arbeitskräftemangel, Hitzewellen, Rohstoffengpässe und saisonuntypische Regenfälle gemeinsam die Nachfrage in den Monaten April und Mai 2026 belastet haben. Obwohl die Produzenten im April versuchten, die Angebote in den einzelnen Regionen anzuheben, um die gestiegenen Kosten für Petrolkoks und Verpackung aufzufangen, erwiesen sich diese Preiserhöhungen schnell als nicht nachhaltig. Laut Nuvama-Daten ist der Preis für Standard-Petrolkoks auf 153 USD pro Tonne gestiegen, etwa 41 USD pro Tonne mehr als im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025-26.

In der Folge kam es aufgrund der schwachen Nachfrage zu Preisrückgängen, sodass der Nettoanstieg bis zum Quartalsende auf etwa 10-12 Rupien pro Sack schrumpfte. Der Preis für importierten Petrolkoks fiel von seinem jüngsten Höchststand von 168 USD pro Tonne auf 132 USD pro Tonne, liegt aber immer noch etwa 20 USD pro Tonne über dem Vorquartal. Die Institution erwartet, dass die Auswirkungen der gestiegenen Inputkosten ab Ende des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2026-27 sichtbar werden und bis Anfang des zweiten Quartals anhalten.

Darüber hinaus könnten die an Rohöl gekoppelten Preiserhöhungen die Verpackungskosten um etwa 120-150 Rupien pro Tonne steigern und gleichzeitig die Frachtkosten in die Höhe treiben. Nuvama warnt, dass die schwache Nachfrage in Verbindung mit dem massiven Zustrom neuer Kapazitäten in den Geschäftsjahren 2026-27 und 2027-28 die Preise weiterhin unter Druck setzen und die Spielräume für eine Margenerholung kurzfristig begrenzen wird. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass das Produktionswachstum im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026-27 schwach ausfallen wird, bevor es sich im zweiten Halbjahr erholen dürfte.

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