de.wedoany.com-Bericht: Die Regionalregierung von Arequipa (Gobierno Regional de Arequipa) stellte auf der nationalen Investitionsprojektkonferenz die umfassende Vision des Megaports von Amerika Corío (Megapuerto de las Américas Corío) vor. Dieses Projekt umfasst nicht nur den Bau eines modernen Hafens, sondern zielt auch darauf ab, die erste peruanische Hafenstadt mit einer langfristigen Planung von 100 Jahren zu entwickeln.

Der Regionalpräsident Rohel Sánchez Sánchez betonte auf der Konferenz, dass Corío kein regionaler Hafen oder Konkurrent anderer nationaler Terminals sei, sondern ein Projekt für den gesamten Kontinent. Er wies darauf hin, dass der Hafen an der Küste von Arequipa in Peru liegt, mit einer natürlichen Wassertiefe zwischen 19 und 29 Metern, und einzigartige Vorteile für die Aufnahme großer Schiffe biete, um den wachsenden Anforderungen des internationalen Handels gerecht zu werden.
Sánchez erklärte, dass das Projekt entscheidende Fortschritte erzielt habe. Nachfragestudien hätten bestätigt, dass bereits die Anziehung von 40 % der Exporte aus Südbrasilien ausreiche, um den Betrieb des Megaports Corío zu gewährleisten. Darüber hinaus stehe die Genehmigung des Gesamtplans kurz bevor, was die Phase der Vermarktung an in- und ausländische Investoren einleiten werde. Die Regionalregierung habe die rechtliche und physische Bereinigung von 34.596 Hektar Land sowie deren Eintragung auf den Namen des Staates abgeschlossen, was rechtliche Sicherheit für zukünftige Investitionen biete.
Das Projekt geht über den Hafenbau hinaus und integriert ein Logistik- und Industrieökosystem, bestehend aus einem Hafenkern, einer Logistikplattform, einem großen Industriegebiet, Räumen für Forschung, Entwicklung und technologische Innovation, einer zukünftigen Sonderwirtschaftszone und einer Hafenstadt. Das gesamte System wird hauptsächlich durch private Investitionen vorangetrieben, unter Nutzung der Modelle öffentlich-privater Partnerschaften (Asociaciones Público-Privadas) und Vermögensprojekte (Proyectos en Activos), mit dem Ziel, Arequipa zu einem nationalen und regionalen Zentrum für wirtschaftliche Entwicklung zu machen.
Als langfristige Planung hat die Regionalregierung bereits mit der Erstellung eines Raumordnungsplans (Plan de Acondicionamiento Territorial) begonnen, um das städtische Wachstum zu regulieren und eine nachhaltige Entwicklung sicherzustellen. Dieser Plan umfasst multimodale Verkehrsinfrastruktur, die den Megaport mit dem nationalen Straßennetz, der binationalen Eisenbahn für den Ozeanübergang, Flughäfen, Logistikzentren, Wohngebieten, Grünflächen sowie Zonen für technologische Innovation verbindet. Universitäten und Fachinstitutionen beteiligen sich an der städtebaulichen und ökologischen Gestaltung des Projekts, das dem Konzept einer modernen, resilienten Stadt folgt.
Sánchez fasste zusammen, dass Entwicklung eine langfristige Vision, solide Institutionen, Regierungsfähigkeit sowie strategische Allianzen zwischen Staat, Privatsektor, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erfordere. Das Corío-Projekt stelle eine historische Chance dar, Peru als wichtigstes Logistik- und Handelszentrum an der Pazifikküste zu positionieren.










