Portugal sucht im Juli brasilianische Investoren für den Bau von ein bis zwei nachhaltigen Treibstofffabriken
2026-07-18 10:09
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de.wedoany.com-Bericht: Die portugiesische Energieministerin Maria da Graça Carvalho gab am 16. Juli bekannt, dass Portugal brasilianische Investoren für den Bau von ein bis zwei modernen Biokraftstoff- und nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF)-Fabriken im Land gewinnen möchte.

Carvalho erklärte, sie werde das Projekt nächste Woche bei einem Treffen mit ihrem brasilianischen Amtskollegen in Brasília besprechen. Der Zielmarkt des Projekts sei der portugiesische und der europäische Markt. Das Projekt ziele darauf ab, Brasiliens technische Expertise im Bereich Biokraftstoffe mit Portugals geografischer Lage als Tor zu Europa zu kombinieren, um die wachsende Nachfrage nach kohlenstoffarmen Kraftstoffen zu decken.

Carvalho zufolge wird das Projekt vom brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva unterstützt. Sie fügte hinzu, dass Brasilien Portugals größter Öllieferant sei und 44 % seiner Importe ausmache. Carvalho sagte gegenüber Journalisten: „Brasilien ist seit Jahren führend und verfügt über bemerkenswerte technische Expertise im Bereich fortschrittlicher Biokraftstoffe und nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF). Wir möchten in Portugal die Voraussetzungen schaffen, um ein bis zwei Fabriken zur Produktion dieser Kraftstoffe zu errichten.“ Sie erwäge die Gründung eines Joint Ventures zur Produktion dieser Kraftstoffe für den portugiesischen und den europäischen Markt.

Carvalho plant, nächste Woche brasilianische Fabriken zu besuchen. Jegliche potenzielle Investitionen in ähnliche Anlagen in Portugal würden über die portugiesische Auslandsinvestitionsbehörde AICEP abgewickelt. Portugals fortschrittliche Biokraftstoffindustrie steckt noch in den Kinderschuhen; das Unternehmen Galp baut in Sines eine erneuerbare Treibstofffabrik mit einer Jahreskapazität von 270.000 Tonnen, die ab 2026 SAF und erneuerbaren Diesel produzieren soll. Carvalho erklärte, Algerien sei nach Brasilien der zweitgrößte Öllieferant Portugals, während Nigeria und die USA die beiden größten Erdgaslieferanten seien. Dies bedeute, dass das Land zwar nicht von der Golfregion abhängig sei, aber dennoch von globalen Energiepreisschwankungen betroffen sei.

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