de.wedoany.com-Bericht: Das US-amerikanische Unternehmen Navvion Energy Storage Systems hat der Bundesuniversität von Mato Grosso (UFMT) ein BESS (Batteriespeichersystem) für Forschung und lokale Anpassungsstudien gespendet. Das Unternehmen prüft zudem den Bau einer großen Lithiumbatteriefabrik in Brasilien.

Bei der gespendeten Anlage handelt es sich um ein 16,1 kWh-Heimspeichersystem mit einem 10 kW-Hybridwechselrichter. Die Anlage wird an die Fakultät für Elektrotechnik der UFMT übergeben und für Labortests, Konformitätsprüfungen, Leistungsstudien sowie Mikronetz-Integrationsprojekte genutzt. Die Forscher werden sich auf die Bewertung der Leistung des Batteriesystems unter den spezifischen klimatischen Bedingungen des Bundesstaates Mato Grosso konzentrieren, um die lokale Anpassung dieser Technologie auf dem brasilianischen Markt voranzutreiben.
Gemäß der Spendenvereinbarung wird die Anlage ausschließlich für Forschungs- und Innovationsaktivitäten genutzt. Die Forschungsprojekte umfassen Tests gemäß den Standards der brasilianischen Nationalen Elektrizitätsbehörde (ANEEL) und des brasilianischen Nationalen Instituts für Metrologie, Qualität und Technologie (Inmetro), die Überwachung des Batteriemanagementsystems (BMS) und des Energiemanagementsystems (EMS), die Integration von Speichersystemen ins Stromnetz sowie die Bewertung der Energieeffizienz unter typischen Bedingungen der zentralwestlichen Region.
Professor Evandro Aparecido Soares da Silva von der Fakultät für Elektrotechnik der UFMT erklärte, dass die Ankunft dieser Anlage einen bedeutenden Wert für die wissenschaftliche Entwicklung des Bundesstaates darstellt. Er sagte: „Die Spende dieser Anlagen ermöglicht es uns, Tests unter den für Mato Grosso typischen klimatischen Bedingungen durchzuführen und Faktoren wie Temperatur und Leistung zu bewerten, um diese Technologie an die tatsächlichen Gegebenheiten unserer Region anzupassen. Dieser Tropikalisierungsprozess kann nur hier durchgeführt werden.“
Die Zusammenarbeit zwischen der Universität und Navvion stärkt zudem die Wettbewerbsfähigkeit des Bundesstaates Mato Grosso bei der Ansiedlung der zukünftigen Batteriefabrik des Unternehmens. Das Projekt erfolgt in zwei Phasen. In der ersten Phase ist der Bau einer Montagefabrik für Speichersysteme geplant, mit einer Investition von 110 Millionen BRL, einer Jahreskapazität von 1,5 GWh und der Schaffung von 150 direkten Arbeitsplätzen. In der zweiten Phase plant das Unternehmen den Bau einer Produktionsstätte für Lithiumbatteriezellen, mit einer Gesamtinvestition von über 1,1 Milliarden BRL und der Aussicht auf rund 500 direkte Arbeitsplätze in den ersten fünf Betriebsjahren. Der endgültige Standort des Projekts steht noch nicht fest. Laut Unternehmensangaben wird die Entscheidung unter Berücksichtigung von Faktoren wie Infrastruktur, Rechtssicherheit, Anreizen und qualifizierten Arbeitskräften getroffen.
Merivaldo Britto, Präsident von Navvion für Südamerika, erklärte, dass die Zusammenarbeit mit der UFMT darauf abzielt, Fachkräfte auszubilden, die den Marktanforderungen gerecht werden. Er sagte: „Wir benötigen Personen, die für die Arbeit in der Elektronik und Energiespeicherung bereit sind. Die in Betracht gezogenen Bundesstaaten verfügen über etablierte Industriegebiete und bieten Anreize sowie rechtliche Sicherheit. Diese Faktoren sind für jedes Unternehmen, das langfristig investieren möchte, von großer Bedeutung.“










