de.wedoany.com-Bericht: Die portugiesische Sammelorganisation für Elektroaltgeräte Electrão hat im ersten Halbjahr dieses Jahres eine deutliche Steigerung bei der Sammlung von Photovoltaikmodulen verzeichnet: 3.356 Tonnen wurden eingesammelt, verglichen mit lediglich 213 Tonnen im Vorjahreszeitraum.
Im ersten Halbjahr 2026 sammelte Electrão insgesamt über 24.000 Tonnen Elektroaltgeräte ein und führte sie dem Recycling zu – ein Anstieg von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieser Zuwachs ist vor allem auf die erheblichen Schäden zurückzuführen, die ein Sturm in der zentralen Region des Landes an entsprechenden Geräten verursacht hat. In der Region Leiria wird geschätzt, dass nach dem Sturm noch über 7.600 Tonnen Abfall eingesammelt werden müssen.
79 Prozent aller zum Recycling eingeschickten Geräte wurden direkt über das eigene Netz von Electrão gesammelt. Die Sammelmenge dieses Netzes stieg im Berichtszeitraum um 12 Prozent – von 17.000 auf 19.000 Tonnen. Electrão gibt an, dass der Anstieg einerseits auf die Beteiligung von Betriebspartnern zurückzuführen sei, hauptsächlich jedoch auf die kontinuierliche Stärkung des Sammelnetzes und das Bestreben, den Bürgern einen noch bequemeren Service zu bieten. Derzeit stehen den Bürgern rund 18.000 Annahmestellen für Altbatterien, Akkus und Elektrogeräte zur Verfügung; in diesem Jahr wurden bereits 860 neue Sammelstellen hinzugefügt.
Neben Photovoltaikmodulen waren die im ersten Halbjahr am meisten recycelten Elektrogeräte in absteigender Reihenfolge: Großgeräte (wie Waschmaschinen und Wäschetrockner), Temperaturregelgeräte (wie Kühlschränke, Gefriergeräte und Heizkörper), Kleingeräte (wie Toaster und Bügeleisen), Bildschirme und Fernsehgeräte, Informations- und Telekommunikationsgeräte sowie zuletzt Lampen. Ricardo Furtado, Direktor der Abteilung für Elektrogeräte und Batterien bei Electrão, betont, dass durch die Stärkung des Sammelnetzes die Entsorgung immer näher an die Bürger herangeführt werde. Je einfacher und bequemer die Abgabe alter Geräte sei, desto höher sei die Beteiligung der Menschen und desto besser die Umweltbilanz.
Electrão bietet in 14 Gemeinden der Metropolregion Lissabon und der westlichen Region einen kostenlosen Abholservice für große Haushaltsgeräte an, darunter Almada, Amadora, Cascais, Lisboa, Loures, Mafra, Moita, Odivelas, Oeiras, Palmela, Seixal, Sintra, Sobral de Monte Agraço und Torres Vedras. Ricardo Furtado weist darauf hin, dass die Abholung von Elektrogeräten an der Haustür eine der Strategien zur Bekämpfung des illegalen Marktes sei, der nach wie vor eine große Herausforderung für die Branche darstelle. Wenn Elektroaltgeräte in informelle Kanäle gelangten, werde die Rückgewinnung wertvoller Materialien beeinträchtigt und das Umweltrisiko erhöht. Die Beteiligung der Bürger sei entscheidend, um sicherzustellen, dass die Abfälle in die offiziellen Recyclingkanäle gelangen.










