de.wedoany.com-Bericht: Alstom hat mit der Companhia Paulista de Trens Metropolitanos (CPTM) einen Vertrag über die Lieferung und Installation eines neuen Eisenbahnsignalsystems für den Betriebshof Mauá Norte der Linie 10-Türkis (Line 10-Turquoise) in São Paulo unterzeichnet.


Der von der CPTM errichtete Betriebshof liegt zwischen den Stationen Mauá und Capuava und umfasst sechs neue Gleise für Rangierfahrten, Zugbildung und das Abstellen von Zügen außerhalb der Betriebszeiten. Alstom wird ihn mit einem vollständigen Signalsystem ausstatten, um die Betriebssicherheit, Effizienz und Zugverwaltung zu verbessern.
Der Vertrag umfasst die Lieferung, Installation, Prüfung und Inbetriebnahme von elektronischen Stellwerken, Weichensteuergeräten, Gleissignalen und Gleisfreimeldeeinrichtungen. Das System ist nach der Sicherheitsintegritätsstufe 4 (Safety Integrity Level 4, SIL 4) ausgelegt, dem international höchsten anerkannten Sicherheitsstandard für die Eisenbahn.
Neben der Signaltechnik liefert Alstom auch Videoüberwachung, Telekommunikationsinfrastruktur, Zutrittskontrollsysteme und einen speziellen Eisenbahnfunk. Das neue System ermöglicht es den Steuerungskräften, den Gleisbelegungszustand in Echtzeit zu erfassen, was die Optimierung von Zugverteilung und Dispositionsentscheidungen erleichtert und das Risiko von Konflikten mit dem Hauptstreckenbetrieb verringert. Das Projekt soll Verspätungen reduzieren, die Servicezuverlässigkeit erhöhen und durch die Verringerung der Abhängigkeit von manuellen Tätigkeiten sicherere Arbeitsbedingungen schaffen.
Suely Sola, Managing Director für Signaltechnik und Infrastruktur von Alstom in Brasilien und Lateinamerika, erklärte, dass ein hochzuverlässiges und verfügbares Signalsystem für die Optimierung des Betriebshofmanagements unerlässlich sei, um eine bessere Zugbildung, höhere Betriebskapazität sowie weniger Verspätungen und Störungen zu ermöglichen. Die Signallösung wurde von Alstom entwickelt und bereits in mehreren Projekten in Lateinamerika eingesetzt. Das Unternehmen gab an, dass das gesamte System mit brasilianischen Arbeitskräften entworfen und ausgeliefert wird, um die lokale Kompetenzentwicklung und die heimische Industrie zu fördern.
Das Projekt umfasst auch die Integration des neuen Betriebshofs in die bestehenden Signalsysteme der Stationen Capuava und Mauá, um eine durchgehende Kommunikation zwischen den angrenzenden Eisenbahninfrastrukturen zu gewährleisten. Der Betrieb wird über eine lokale Steuerzentrale sowie zwei mit der Betriebsleitzentrale der Linie 10-Türkis verbundene Fernüberwachungsstationen gesteuert, was eine Echtzeitüberwachung und zentralisierte Verkehrssteuerung ermöglicht. Alstom rechnet mit einer Fertigstellung des Projekts innerhalb von 18 Monaten, gefolgt von einer sechsmonatigen Betriebsunterstützung. Der Vertrag umfasst außerdem eine zweijährige Garantiezeit nach der Inbetriebnahme.










