de.wedoany.com-Bericht: Die Umweltaufsichtsbehörde Malawis hat die Inbetriebnahme der Mulalo-Granulatdüngemittelfabrik (Mulalo Granular fertilizer plant) genehmigt und damit eine wochenlange Verzögerung aufgrund von Sicherheits- und Verschmutzungsproblemen beendet. Dies markiert einen Fortschritt des Landes bei der heimischen Produktion von Pflanzennährstoffen.
Die malawische Umweltschutzbehörde (Malawi Environment Protection Authority) genehmigte die Produktionsaufnahme der Fabrik in Mchemela im Distrikt Dowa (Dowa District). Die Aufsichtsbehörde erteilte die Genehmigung, nachdem das Unternehmen die Umweltauflagen erfüllt und einen akzeptablen Umweltmanagementplan vorgelegt hatte. Die Fabrik gehört dem Geschäftsmann Napoleon Dzombe.
Die Genehmigung erfolgte im Anschluss an eine öffentliche Debatte über die Verzögerung der Inbetriebnahme. Das Parlament hatte einen Untersuchungsausschuss einberufen, um die Gründe für die Verzögerung zu ermitteln. Die Aufsichtsbehörde wies auf Probleme der Fabrik hin, darunter das Risiko einer Schwermetallbelastung für die umliegenden Gemeinden, Mängel bei der Notfallvorsorge sowie die Nähe der Fabrik zum Fluss Kang’ona (Kang’ona River) – eine unzureichende Abwasserbewirtschaftung könnte flussabwärts gelegene Wassernutzer und Wasserlebewesen gefährden.
Die heimische Düngemittelproduktion ist eine Priorität Malawis. Die Landwirtschaft des Landes wird von Kleinbauern dominiert, die bei der Düngemittelversorgung stark auf Importe angewiesen sind, die mit knappen Devisen bezahlt werden müssen. Die heimische Produktion trägt dazu bei, diesen Druck zu verringern und die Lieferkette zu den ländlichen Anbaugebieten zu verkürzen, auch wenn die Kapazität und das Produktportfolio der Fabrik noch nicht bekannt gegeben wurden. Die Genehmigung erfolgt vor dem Hintergrund einer neuen Expansionswelle afrikanischer Produzenten – von milliardenschweren Ausbauprojekten von Dangote bis hin zu kleineren heimischen Fabriken, die Importe ersetzen sollen.










