Rockwell-Umfrage in den USA: 93 % der Hersteller haben MES implementiert, nur 23 % erreichen vollständige Integration
2026-07-21 10:24
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de.wedoany.com-Bericht: Rockwell Automation aus den USA hat eine Umfrage veröffentlicht, die auf eine deutliche Kluft zwischen der breiten Einführung von Manufacturing Execution Systems (MES) und deren unternehmensweiter Ausweitung hinweist. Der Bericht basiert auf einer Befragung von 1.560 Entscheidungsträgern aus den Bereichen Fertigung und Industriebetrieb in 17 Ländern und zeigt die zentralen Herausforderungen auf, denen Hersteller bei der Förderung langfristiger Leistung, Systemintegration und Wertschöpfung gegenüberstehen.

Die Umfrage ergab, dass zwar 93 % der Hersteller MES in ihren Werken implementiert haben, aber nur 28 % das System unternehmensweit ausrollen konnten und lediglich 23 % eine vollständige Integration von Enterprise Resource Planning (ERP), Product Lifecycle Management (PLM) sowie Qualitäts- und Betriebstechnologie (OT) erreicht haben. Faktoren wie isolierte Systeme, unzureichende Datennutzung und erhöhte Betriebsrisiken schränken den vollen Nutzen der MES-Investitionen der Hersteller ein. Die Integration ist sowohl oberste Priorität als auch größtes Hindernis: 44 % der Hersteller nennen die Integration als Kernanforderung bei der MES-Beschaffung, während 33 % der Befragten MES als das größte Problem bei der Datenintegration betrachten.

Im Bereich Künstliche Intelligenz gehen die Hersteller davon aus, dass im nächsten Jahr 42 % der Prozesse durch KI unterstützt werden, bis 2030 soll dieser Anteil 54 % erreichen. Allerdings geben 43 % der Hersteller zu, die gesammelten Daten nicht effektiv zu nutzen – Daten, die die Grundlage für den KI-Betrieb bilden. Auch die Cybersicherheit rückt in den Fokus: 46 % der Hersteller haben im vergangenen Jahr Cybersicherheitsvorfälle erlebt. Sicherheit und Compliance sind inzwischen zum zweitwichtigsten Beschaffungsgrund für MES geworden, den 43 % der Befragten nennen.

Der Bericht führt Kumi North America als Praxisbeispiel an. Dieser Automobilzulieferer der ersten Stufe, der sich auf Innenraumkunststoffe und -komponenten im Spritzgussverfahren spezialisiert hat, setzt seit 2008 das Plex-System von Rockwell ein und hat die Nutzung dieser intelligenten Fertigungssoftware in seinen Werken in den USA und Kanada ausgeweitet. Kürzlich wurde das Modul Plex MES Automation & Orchestration (MES A&O) hinzugefügt. Paul Andrews, Assistant Vice President of Systems bei Kumi North America, erklärte, dass die Betriebskoordination vor der Einführung von Plex schwierig gewesen sei und einige Werke keine Softwareunterstützung gehabt hätten.

Anthony Murphy, Vice President of Product Management bei Rockwell Automation, wies darauf hin, dass die Einführung von MES kein Problem mehr sei; die eigentliche Herausforderung liege in der unternehmensweiten Skalierung. Er sagte, die Funktionen von MES hätten sich von der Produktionsverfolgung hin zur Bereitstellung ganzheitlicher Betriebseinblicke in Bereiche wie Qualitätsmanagement, Mitarbeiterproduktivität und Lieferkettenprognosen entwickelt. Er ergänzte, dass Hersteller durch ein elastisches MES wie Plex, das von der Edge bis zur Cloud reicht, alle Aspekte der Produktion verbinden und bei Bedarf im Laufe der Zeit skalieren könnten.

Lorenzo Veronesi, Associate Research Director bei IDC, betonte, dass die Integration sowohl bei den Beschaffungsanforderungen als auch bei den Herausforderungen der Modernisierung an erster Stelle stehe. Wenn Organisationen die Probleme isolierter Systeme und unzureichender Datennutzung nicht lösten, könnten sie erhebliche Wertschöpfungschancen verpassen. Der vollständige Bericht enthält empfohlene Schritte zur Schließung der Kluft zwischen MES-Bereitstellung und -Skalierung.

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