de.wedoany.com-Bericht: Der US-amerikanische Ölkonzern Chevron hat die Produktion seiner Petronius-Anlage im Golf von Mexiko eingestellt und das gesamte Personal an Land gebracht, um sich auf den herannahenden Tropischen Tiefdruck Zwei (Tropical Depression Two) vorzubereiten. Das Unternehmen zieht außerdem nicht unbedingt erforderliches Personal von seinen Plattformen Tubular Bells und Blind Faith ab. Chevron erklärte, dass die Produktion seiner übrigen Anlagen im Golf von Mexiko weiterhin auf normalem Niveau laufe.

Das Tiefdrucksystem könnte sich am späten Montag zu einem Tropischen Sturm Bertha (Tropical Storm Bertha) verstärken. Das US-amerikanische Nationale Hurrikanzentrum hat eine Tropensturmwarnung herausgegeben, die von der Mündung des Ochlockonee River in Florida westwärts bis zur Grenze zwischen den Jefferson- und Plaquemines-Parishes in Louisiana reicht. Es wird erwartet, dass es sich in den nächsten zwei Tagen allmählich verstärkt. Das Sturmsystem soll bis Freitag an der Golfküste von Westflorida bis zur Küste von Zentraltexas Niederschläge von 5 bis 10 Zentimetern bringen, örtlich bis zu 20,3 Zentimeter. Laut Modellprognosen des Beratungsunternehmens Earth Science Associates könnte der Golf von Mexiko während des gesamten Sturms etwa 2 Millionen Barrel Öl verlieren – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 10.000 Barrel, die im Vormonat durch den Tropischen Sturm Arthur (Tropical Storm Arthur) betroffen waren. Das Unternehmen gab an, dass sich auf dem Weg des Tropischen Tiefdrucks Zwei mehr ertragreiche Ölplattformen befänden. Die bundesstaatlichen Offshore-Gebiete des Golfs von Mexiko förderten im März täglich fast 2 Millionen Barrel Rohöl, was etwa 14 % der gesamten US-amerikanischen Rohölproduktion entspricht. Shell, BP, Chevron und Occidental Petroleum sind die größten Tiefwasserbetreiber in der Region. Die Raffineriekorridore der Region erstrecken sich von Corpus Christi in Texas bis Pascagoula in Mississippi und umfassen etwa die Hälfte der täglichen Raffineriekapazität der USA von 18,4 Millionen Barrel. Der US-amerikanische Versorger CenterPoint Energy hat sein Notfall-Einsatzzentrum aktiviert, um sich auf den Sturm vorzubereiten. Nathan Brownell, Vizepräsident für Resilienz, erklärte, die Mitarbeiter seien bereit, auf wetterbedingte Stromausfälle zu reagieren und die Stromversorgung so schnell und sicher wie möglich wiederherzustellen.










