de.wedoany.com-Bericht: LG Electronics hat bestätigt, dass es den Produktionsbetrieb im Werk Huizhou im Oktober 2026 vollständig einstellen wird. Das 1993 in Huizhou errichtete Werk war die erste Produktionsstätte der LG Group in China und war über 34 Jahre in Betrieb.
1993 gründete LG Electronics gemeinsam mit LG China und der TCL Group die Tochtergesellschaft LGEHZ in Huizhou, an der LG Electronics 80 % der Anteile hielt. Die Fabrik nahm 1994 die Produktion auf und stellte zunächst Heimkinosysteme und Blu-ray-DVD-Player her, später dann intelligente Drucker, Schönheitsgeräte und High-End-Audiosysteme der XBOOM-Serie. Über 90 % der Produkte der Fabrik werden in Länder wie Nordamerika, Europa, Lateinamerika und Zentralasien exportiert. Allein die jährliche Produktionskapazität für Audioprodukte beträgt 2,6 Millionen Einheiten, der Gesamtjahresumsatz übersteigt 20 Milliarden Yuan.

Der direkte Grund für die Schließung der Fabrik ist der drei Jahre in Folge rückläufige Nettogewinn. Öffentliche Geschäftsdaten zeigen, dass der Nettogewinn im Jahr 2023 bei etwa 125 Milliarden KRW lag, 2024 auf 109 Milliarden KRW und 2025 weiter auf 92 Milliarden KRW fiel. Die Ertragskraft schwächt sich kontinuierlich ab, und das traditionelle, skalierte, arbeitsintensive Fertigungsmodell kann dem aktuellen Marktwettbewerb nicht mehr standhalten.
In Bezug auf externe Faktoren haben chinesische Hersteller von Audiogeräten und Unterhaltungselektronik durch ihre umfassende Lieferkette und Kostenkontrolle eine starke Wettbewerbsfähigkeit im unteren und mittleren Marktsegment aufgebaut. Intern hat LG Electronics seine Strategie auf hochwertige, exklusive und margenstarke Produkte ausgerichtet, sodass das standardisierte, auf Massenexporte ausgelegte Produktionsmodell des Werks Huizhou nicht mehr zur neuen strategischen Ausrichtung passt.

Hinsichtlich der Folgemaßnahmen nach der Produktionseinstellung deuten Brancheninformationen derzeit auf drei Richtungen hin. Erstens die Verlagerung der Produktionskapazitäten zum Vietnam-Standort; LG verfügt in Haiphong, Vietnam, bereits über ein ausgereiftes Produktionssystem, und die standardisierten Audioproduktkapazitäten des Werks Huizhou sollen voraussichtlich in großem Umfang dorthin verlagert werden. Zweitens die Vertiefung der ODM/OEM-Kooperation mit lokalen Fertigungsunternehmen, um die chinesische Lieferkette und Auftragsfertigungstechnologie zu nutzen und die Produktionskapazität durch Auftragsfertigung aufrechtzuerhalten. Drittens die Vermögensintegration und Geschäftsabwicklung der Huizhou-Tochtergesellschaft, um den vollständigen Abschluss der Personal-, Standort- und Ausrüstungsangelegenheiten zu gewährleisten.











