Der US-amerikanische Halbleiterdesigner AMD bringt ROCm 7 und Entwicklerprogramm auf den Markt, um das Open-Source-Ökosystem zu erweitern
2026-07-22 10:25
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de.wedoany.com-Bericht: Der US-amerikanische Halbleiterdesigner AMD verstärkt die Zusammenarbeit im Open-Source-Ökosystem, um die als Haupthürde für die KI-Branche geltende Softwareabhängigkeit zu lösen. Ziel ist es, durch die Ausweitung offener Allianzen proprietären Softwarearchitekturen entgegenzutreten und den Marktanteil zu steigern.

Auf der AMD-Konferenz „Advancing AI 2026“ (AAI 2026), die vom 22. bis 23. Oktober in San Francisco stattfindet, stehen Software- und Netzwerkstandardisierung im Mittelpunkt. AMD hat im Infrastrukturmarkt erkannt, dass Softwarekompatibilität ebenso wichtig ist wie Hardwareleistung, und plant daher, auf dieser Veranstaltung eine Reihe entwicklerfreundlicher Richtlinien und Technologien vorzustellen.

Ein bemerkenswerter Aspekt ist die Zusammensetzung der eingeladenen Redner. Um die Universalität seines KI-Software-Stacks „ROCm 7“ zu demonstrieren, hat AMD einflussreiche Open-Source-Framework-Führer aus der Branche als Redner eingeladen, darunter George Hotz, Gründer von Tiny Corp, das das Deep-Learning-Framework „tinygrad“ leitet, Simon Mo, CEO von Inferact und Hauptbeitragender zu „vLLM“, das in globalen generativen KI-Inferenz-Engines weit verbreitet ist, sowie Ying Sheng, CEO von RadixArc, der zuvor im Inferenzteam von Elon Musks xAI arbeitete und das leistungsstarke Inferenzsystem „SGLang“ entwickelte. Sie planen, empirische Daten zur Kompatibilität und Kosteneffizienz der Kombination von AMD-Hardware und ROCm 7-Software in großen Sprachmodellen (LLMs) und groß angelegten Trainingsumgebungen zu teilen.

AMD wird außerdem ein praktisches Projekt zur Beschleunigung der Expansion des Entwickler-Ökosystems starten. Während der Veranstaltung wird erstmals ein Zertifizierungskurs zum „ROCm Certified Associate“ für vor Ort teilnehmende Entwickler angeboten. Kern des Programms ist die technische Schulung, die Entwicklern hilft, den weit verbreiteten NVIDIA-„CUDA“-Basis-Code reibungslos in die AMD-ROCm-Umgebung zu konvertieren. Ziel ist es, Entwicklern die Erfahrung zu vermitteln, dass der Aufwand für Softwareänderungen beim Infrastrukturwechsel gering ist, um so die Abhängigkeit vom bestehenden Software-Ökosystem schrittweise zu verringern.

AMD wird eine Technologie zur Lösung von Netzwerkengpässen beim Aufbau großer KI-Fabriken mit Zehntausenden von GPUs vorstellen: das nächste Generation Ethernet-Transportprotokoll „MRC (Multipath Reliable Connection)“. MRC ist eine Technologie, die auf der allgemeinen Standard-Ethernet-Architektur basiert und nicht auf herstellerspezifischen geschlossenen Spezifikationen. Es verteilt Datenpakete effizient und reagiert bei Netzwerkausfällen im Millisekundenbereich, wodurch die Leerlaufzeit der GPUs beim Warten auf Datenübertragungen reduziert und die Gesamtsystemeffizienz maximiert wird. Analysten zufolge baut AMD eine einheitliche Plattform auf, die Server-CPUs, Netzwerke und das Open-Source-Lager umfasst. Diese Konferenz könnte durch die offene Allianz signalisieren, dass AMD bereit ist, als praktikable Alternative im Markt für allgemeine Standard-Infrastruktur aufzutreten.

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