de.wedoany.com-Bericht: Der österreichische Hersteller von Keramik-3D-Druck-Materialien, Lithoz, hat seine Geschäftszahlen veröffentlicht. Demnach stiegen die Umsätze aus dem Verkauf von Materialien für das lithografiebasierte Keramikherstellungsverfahren (LCM) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bis zum Ende des zweiten Quartals 2026 um 40%. Diese Wachstumsrate veranlasste das Unternehmen, seine Jahresprognose nach oben zu korrigieren.

Das Wachstum ist hauptsächlich auf zwei Bereiche zurückzuführen: die gesteigerte Beschaffung von Auftragsfertigern, die LCM-Druckanlagen betreiben, sowie die kontinuierliche Expansion des Unternehmens im Medizintechniksektor. Lithoz gab an, dass mehr als die Hälfte seiner weltweit installierten CeraFab Systeme von Druckfarm-Nutzern betrieben wird, die nur ein Fünftel der gesamten Kundenbasis ausmachen. Diese Kundenkonzentration ist der zentrale Treiber des Umsatzwachstums. Das Unternehmen bezeichnet sein breites Kundennetzwerk, das mehrere Kontinente sowie Industrie und Wissenschaft umfasst, als „Keramik-3D-Fabrik“-Netzwerk.
Dr. Johannes Homa, CEO von Lithoz, erklärte, dass das Unternehmen nicht nur bestehende Materialien kontinuierlich verbessere und neu validiere, sondern auch eine Vielzahl maßgeschneiderter Materialien für Kunden entwickle, die ihre Produktion hochfahren. Er wies darauf hin, dass die Zertifizierung nach dem Qualitätsmanagementsystem ISO 13485 für die Materialproduktion ein wichtiger Meilenstein und ein Türöffner für viele anspruchsvolle Branchen sei. Selbst die am strengsten regulierten Industrien könnten von dieser Technologie profitieren.
Im Produktportfolio von Lithoz mit über 20 Keramikmaterialien erzielen Aluminiumoxid und Zirkoniumoxid weiterhin den größten Umsatzanteil. Die größte Nachfragesteigerung verzeichnen die drei Materialien Aluminiumnitrid, Calciumphosphat und Siliciumdioxid-basierte Keramiken. Dabei steigt der Einsatz von Aluminiumnitrid in Wärmemanagementanwendungen (einschließlich Halbleiterfertigung, Antriebssysteme und Kühlung von Rechenzentren); Calciumphosphat wird für patientenspezifische resorbierbare Implantate verwendet, dessen Nachfrage steigt, da die klinischen Belege für LCM-gedruckte Keramikimplantate in der medizinischen Fachwelt breitere Anerkennung finden; Siliciumdioxid-basierte Keramiken werden für Gießkerne verwendet, deren Nachfrage stark ansteigt, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass Safran Aircraft Engines die LCM-Technologie zur Entwicklung einkristalliner Turbinenschaufeln für die nächste Generation von Flugzeugtriebwerken einsetzt.










