de.wedoany.com-Bericht: Wedoany.com – Die Iberdrola-Tochter Scottish Power hat am Mittwoch angekündigt, 1,5 Milliarden Pfund in die Modernisierung des Windparks Whitelee in Schottland zu investieren. Dabei werden die bestehenden 215 alten Turbinen durch 124 neue, leistungsstärkere Anlagen ersetzt. Nach Abschluss des Projekts wird die installierte Leistung des größten Onshore-Windparks Großbritanniens auf rund ein Gigawatt nahezu verdoppelt, was den Strombedarf von etwa 650.000 Haushalten decken kann.
Die britische Regierung treibt den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugungskapazitäten voran, um die Klimaziele zu erreichen, die Energieautonomie zu stärken und die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern. Die Modernisierung des Windparks Whitelee ist eine wichtige Maßnahme in diesem Zusammenhang. Keith Anderson, CEO von Scottish Power, erklärte in einem Interview: „Wir werden die Modernisierung in Phasen durchführen und während des Baus neuer Anlagen weiterhin die bestehenden Einrichtungen zur Stromerzeugung nutzen.“ Das Projekt soll voraussichtlich um 2030 starten und um 2035 abgeschlossen sein.
Der britische Onshore-Windenergiesektor steht derzeit unter Druck durch die Erneuerung alter Anlagen. Die übliche Lebensdauer von Windkraftanlagen beträgt 20 bis 25 Jahre. Früh in Betrieb genommene Projekte wie Whitelee nähern sich dem Ende ihres Betriebszyklus. Diese Modernisierung ist einer der größten Ersatz- und Aufrüstungsfälle im britischen Onshore-Windenergiebereich.
Auf der Energieverbrauchsseite begrüßte Anderson die Entscheidung der britischen Regierung, die Mehrwertsteuer auf Haushaltsstrom abzuschaffen, wies jedoch darauf hin, dass weitere Maßnahmen gegen die steigende Energieverschuldung der Haushalte erforderlich seien. Er sagte: „Wir müssen einen Teil der historischen Schuldenlast abbauen. Für Haushalte, die nicht zahlen können, könnten die Schulden gebündelt und in einem Sonderfonds über 10 bis 15 Jahre durch Verbriefung schrittweise abgebaut werden.“ Der britische Energieverband Energy UK prognostiziert, dass die gesamte Energieverschuldung britischer Haushalte bis Ende 2026 7 Milliarden Pfund erreichen könnte.
Diese Äußerungen von Anderson erfolgten, nachdem die Muttergesellschaft Iberdrola einen Anstieg des Nettogewinns im ersten Halbjahr um 22 Prozent auf 4,34 Milliarden Euro bekannt gegeben hatte.










