de.wedoany.com-Bericht: Das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen zwischen Indien und dem Vereinigten Königreich (CETA) ist in Kraft getreten und hat die Zölle auf 1143 Textilzolltarifpositionen aufgehoben, die zuvor bis zu 12 % betrugen. Gemäß dem Abkommen genießen 99 % der indischen Waren beim Zugang zum Vereinigten Königreich und 90 % der britischen Waren beim Zugang zu Indien Zollfreiheit oder Zollvergünstigungen. Es wird erwartet, dass das bilaterale Handelsvolumen dadurch jährlich um 25,5 Milliarden Pfund steigt, das indische BIP jährlich um 5,1 Milliarden Pfund und das britische BIP jährlich um 4,8 Milliarden Pfund zunimmt.

Das indische Ministerium für Handel und Industrie wies darauf hin, dass die betroffenen Zolltarifpositionen 11,7 % der Exporte dieser Branche ausmachen. Indien erhofft sich von dieser Änderung eine Verbesserung seiner Wettbewerbsposition gegenüber Lieferanten aus Bangladesch, Pakistan und Kambodscha, die bereits zollfreien Zugang zum Vereinigten Königreich genießen. Indien ist derzeit der viertgrößte Textillieferant des Vereinigten Königreichs mit einem Marktanteil von 6,1 % und einem jährlichen Exportvolumen von rund 1,79 Milliarden US-Dollar, während die britischen Importe von Textilien und Bekleidung im vergangenen Jahr über 28,8 Milliarden US-Dollar betrugen. Es wird erwartet, dass CETA den indischen Bekleidungsherstellern einen bedeutenden Impuls verleiht. Das indische Handelsministerium erklärte in den sozialen Medien, dass das Abkommen neue Wege für Textilexporteure eröffne, indem es zollfreien Zugang für 1143 Zolltarifpositionen ermögliche, den Zollnachteil beseitige und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem britischen Markt steigere; in den Bereichen Bekleidung, Heimtextilien, Teppiche und Kunsthandwerk bestehe ein enormes Potenzial, das Indien helfen werde, seinen globalen Fußabdruck im Textilbereich zu vergrößern und seine Position als führender Textillieferant zu festigen. Das Abkommen führt außerdem vereinfachte Zollverfahren ein und hebt die Pflicht zur Nutzung von Zollagenten auf; Unternehmen müssen sich lediglich bei der britischen Steuer- und Zollbehörde (HMRC) registrieren, um die Vorzugszollsätze zu erhalten. Harjinder Kang, britischer Handelskommissar für Südasien und stellvertretender Hochkommissar des Vereinigten Königreichs in Westindien, erklärte, dies sei ein Wendepunkt für die britisch-indische Partnerschaft; dieses wegweisende Handelsabkommen ziele darauf ab, Unternehmen und Verbraucher vom ersten Tag an zu begünstigen und den Handel billiger, schneller und bequemer zu gestalten.










