Argentinische Bergbaukammer prognostiziert: Lithiumproduktion könnte bis 2035 auf 407.000 Tonnen steigen
2026-07-26 15:09
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de.wedoany.com-Bericht: Nadav Rajzman, Chefökonom der argentinischen Bergbaukammer (CAEM), erklärte, dass die Produktion von Lithiumcarbonat-Äquivalent (LCE) in Argentinien dank Investitionen in Höhe von rund 15 Milliarden US-Dollar von 115.000 Tonnen im Jahr 2025 auf über 407.000 Tonnen pro Jahr im Jahr 2035 steigen könnte. Um diese Perspektive zu verwirklichen, sind stabile Rahmenbedingungen, verbesserte Wettbewerbsfähigkeit, der Ausbau der Infrastruktur und die kontinuierliche Stärkung der gesellschaftlichen Akzeptanz erforderlich.

Die argentinische Lithiumindustrie befindet sich in einer entscheidenden Phase des Wandels. Nach einem Investitionszyklus, der die installierte Kapazität erheblich erweiterte, liegt der Schwerpunkt nun auf der Konsolidierung des Wachstums laufender Projekte, während gleichzeitig die Voraussetzungen für neue Investitionen geschaffen werden, um zu den weltweit führenden Lithiumproduzenten zu gehören. Die von Francisco Abramovich, Leiter der Bergbauabteilung der argentinischen Industrieunion (UIA), und Nadav Rajzman, Chefökonom der CAEM, gemeinsam erstellte Prognose zeigt, dass für neue und Erweiterungsprojekte Investitionen von rund 15 Milliarden US-Dollar erforderlich sind. Dadurch würde die installierte Kapazität von 201.000 Tonnen LCE im Jahr 2025 auf 517.000 Tonnen im Jahr 2035 steigen, während die tatsächliche Produktion von 115.000 Tonnen pro Jahr auf rund 407.000 Tonnen anwachsen würde.

Rajzman wies darauf hin, dass Argentinien zwischen 2016 und 2022 nur zwei Lithiumprojekte in Betrieb hatte, mit einer durchschnittlichen Jahresproduktion von 32.000 Tonnen LCE. Seitdem hat die Branche 7,613 Milliarden US-Dollar investiert, um die installierte Kapazität auf über 200.000 Tonnen LCE zu erweitern. Die tatsächliche Produktion erreichte Ende 2025 116.000 Tonnen und wird mit dem Hochfahren der Kapazitäten weiter steigen. Er ist der Ansicht, dass dies nur die erste Phase des Potenzials sei; mindestens 17 neue Projekte könnten die bestehende Kapazität mehr als verdoppeln, erforderten jedoch Investitionen von rund 15 Milliarden US-Dollar.

Trotz der weltklasse Lithium-Sole-Ressourcen warnte Rajzman, dass die Ressourcenqualität allein nicht mehr ausreiche, um Investitionen zu sichern. Argentinien war 2025 der fünftgrößte Lithiumproduzent der Welt und verfügt über die viertgrößten wirtschaftlich förderbaren Reserven, muss jedoch wettbewerbsfähig bleiben, um Investitionen anzuziehen. Bei Investitionsentscheidungen sind makroökonomische Stabilität und regulatorische Vorhersagbarkeit von größter Bedeutung. Das argentinische Großinvestitionsförderungssystem (RIGI) bietet Schutz vor historischen Risiken wie Devisenkontrollen und verbessert die steuerliche Wettbewerbsfähigkeit. Rajzman wies jedoch darauf hin, dass Argentinien im Vergleich zu anderen Bergbauregionen immer noch mit einer hohen und verzerrten Steuerlast konfrontiert sei, insbesondere bei Exportzöllen und regionalen Betriebssteuern.

Die Infrastrukturentwicklung ist entscheidend für die Aufrechterhaltung des erwarteten Wachstums; Unternehmen bewerten die Logistik- und Energieinfrastruktur. Im Bereich der gesellschaftlichen Akzeptanz hat Argentinien durch gemeinsame Anstrengungen von Bergbauunternehmen, Provinzregierungen und lokalen Gemeinschaften bemerkenswerte Fortschritte erzielt. Die lokale Arbeitskräftequalität ist relativ hoch, aber für die Expansion sind weitere Schulungen von Fachkräften erforderlich; die lokale Lieferantenbasis ist gut entwickelt, muss jedoch ihr Verständnis für Bergbaustandards und technische Anforderungen vertiefen, um in zukünftige Projekte integriert zu werden.

Nach den Prognosen von CAEM und UIA könnte die argentinische Lithiumproduktion zwischen 2025 und 2035 von 115.000 Tonnen LCE pro Jahr auf 407.000 Tonnen steigen, ein kumuliertes Wachstum von 254 % und ein absoluter Anstieg von 292.000 Tonnen. Da Lithiumprojekte lange Hochlaufzeiten haben, wird die installierte Kapazität schneller wachsen als die tatsächliche Produktion. Im Jahr 2025 wird die Produktion nur etwas mehr als 57 % der installierten Kapazität ausmachen, und es wird erwartet, dass dieser Anteil bis 2035 auf fast 79 % steigt. Rajzman ist der Ansicht, dass die entscheidende Unsicherheit darin liegt, ob Argentinien ein ausreichend wettbewerbsfähiges Umfeld aufrechterhalten kann, um Kapital anzuziehen und das geologische Potenzial in Produktionsrealität umzusetzen.

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