Indisches Unternehmen Borosil Renewables plant Expansion, Umsatzziel bei 40 Milliarden INR
2026-07-29 10:23
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de.wedoany.com-Bericht: Der indische Hersteller von Solarglas, Borosil Renewables, plant die nächste Wachstumsphase. Während der laufenden Erweiterung der Produktionskapazität für Solarglas mit einer Tagesleistung von 600 Tonnen prüft das Unternehmen gleichzeitig zusätzliche Fertigungskapazitäten sowie Diversifizierungsmöglichkeiten in angrenzende Geschäftsbereiche.

In der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2027 erklärte Vorstand Ashok Jain, dass das Unternehmen derzeit mehrere Optionen über das laufende Expansionsprogramm hinaus prüfe und erwarte, die konkrete Strategie in den nächsten fünf bis sechs Monaten festzulegen. Jain zufolge umfassen die Alternativen den Bau neuer Solarglas-Schmelzöfen, da die Marktnachfrage weiterhin stark sei; gleichzeitig würden auch andere Bereiche in angrenzenden oder verwandten Feldern evaluiert, in die investiert werden könne, mit dem Ziel, innerhalb der nächsten sechs Monate eine Entscheidung zu treffen.

Das Unternehmen erklärte, dass die Diversifizierungsstrategie dazu beitrage, die Abhängigkeit von einem einzelnen Produkt zu verringern und gleichzeitig die eigene Expertise in der Glasherstellung zu nutzen. Neben dem Expansionsfahrplan hat Borosil auch ehrgeizige Umsatzziele gesetzt. Jain wies darauf hin, dass das Unternehmen nach März 2027 seinen Umsatz von 25 Milliarden INR auf mindestens 40 Milliarden INR steigern wolle – dies sei die Wachstumsperspektive für die nächsten drei bis vier Jahre.

Das in Mumbai ansässige Unternehmen Borosil stützt sein Vertrauen teilweise auf die Erholung von der finanziellen Belastung durch sein Werk in Deutschland. Dieses deutsche Werk musste schließen, nachdem chinesisches Solarglas zu Preisen deutlich unter dem normalen Wert nach Europa exportiert wurde, was die Erwartungen des Unternehmens an eine Umsatzsteigerung über den Auslandsmarkt zeitweise schwächte. Derzeit unterstützt die indische Regierung die heimische Solarglasindustrie durch Zollmaßnahmen, darunter Zölle auf importiertes Solarglas und Antidumpingzölle auf Importe aus Ländern wie China und Vietnam. Diese Maßnahmen haben den Wettbewerbsdruck auf Borosil Renewables verringert.

Über das Kerngeschäft der Fertigung hinaus ist Borosil in den Bereich der Dach-Solaranlagen eingestiegen und bietet integrierte Lösungen an. Jain stellte klar, dass das Unternehmen keine Wechselrichter oder Lithiumbatterien herstellen werde, sondern komplette Dach-Solarpakete anbiete, die Solarmodule, Wechselrichter und Batterien umfassen. Borosil zielt zunächst auf den privaten Dachmarkt ab und wird sich dann schrittweise auf den gewerblichen und industriellen Bereich ausdehnen.

Jain erklärte, dass sich dieses Geschäft noch in einem frühen Stadium befinde und das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2027 ein internes Umsatzziel von rund 360 Millionen INR gesetzt habe. Er fügte hinzu, dass die Gewinnmargen aufgrund des Handels- und Systemintegrationscharakters des Geschäfts – im Gegensatz zur Fertigung – im einstelligen Prozentbereich bleiben würden.

Auf Bedenken von Investoren, dass der starke Anstieg der inländischen Produktionskapazitäten für Solarglas zu Preisrückgängen führen könnte, beharrte das Unternehmen darauf, dass die Preisfundamentaldaten weiterhin robust seien. Jain erklärte, dass aufgrund der sehr starken Nachfrage und der Tatsache, dass das Unternehmen die Importpreisparität als Referenzpreis verwende, nicht mit Preisherausforderungen zu rechnen sei. Er wies auch darauf hin, dass ein großer Teil der neu in Betrieb genommenen inländischen Kapazitäten für den Eigenverbrauch bestimmt sei, was das Angebot auf dem freien Markt begrenzen werde. Borosil warnte zudem, dass die neuen Öfen SG4 und SG5 voraussichtlich Ende des Geschäftsjahres 2027 in Betrieb gehen würden, die älteren Öfen SG1 und SG2 jedoch anschließend planmäßig überholt werden müssten.

Laut Jain benötige die Generalüberholung jedes Ofens etwa 75 Tage Stillstand, gefolgt von etwa 15 Tagen zur Wiederaufnahme der Produktion, sodass fast 90 Tage lang kein Glas aus dem zu wartenden Ofen produziert werden könne. Das Unternehmen erklärte, dass der Wartungsplan auf der Grundlage des Betriebszustands der Öfen nach der Inbetriebnahme der neuen Kapazitäten festgelegt werde.

Hinsichtlich der Auswirkungen der US-Zölle erklärte Borosil, dass das Engagement auf dem US-Markt begrenzt sei und keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft haben werde. Jain zufolge seien die Exporte des Unternehmens in die USA sehr gering, während die inländische Nachfrage in Indien stark sei und die Preise gut seien, weshalb man sich derzeit stärker auf das Inlandsgeschäft konzentriere. Er fügte hinzu, dass die USA in Zukunft ein bedeutender Markt werden könnten, Indien jedoch derzeit stärkere Nachfrage- und Preisierungsmöglichkeiten biete.

Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass die nach dem Anstieg der Energiepreise während des Westasien-Konflikts eingeführten vorübergehenden Brennstoffzuschläge zu sinken begonnen hätten. Jain erklärte, dass das Unternehmen jede Senkung des Ölpreises oder des Erdgaspreises an seine Kunden weitergebe und dies bereits umgesetzt habe. Er stellte klar, dass die durchschnittlichen realisierten Preise zwar mit sinkenden Zuschlägen nachlassen könnten, die Rentabilität jedoch voraussichtlich nicht beeinträchtigt werde, da die Brennstoffkosten entsprechend sinken würden.

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