de.wedoany.com-Bericht: Das MTLC (ein Zusammenschluss von über 80 Organisationen, die in der Lieferkette für Naturfasern und erneuerbare Materialien tätig sind) hat in einem Schreiben an Jessika Roswall, EU-Kommissarin für Umwelt, Wasserresilienz und eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft, darauf hingewiesen, dass künftige Vorschriften eine „engstirnige Definition“ vermeiden sollten, die ausschließlich auf Recyclingfähigkeit oder begrenzten Lebenszykluskriterien basiert, und stattdessen die ökologischen und sozialen Vorteile der Verwendung erneuerbarer Naturmaterialien widerspiegeln sollten.

Das MTLC betont, dass SSRMs auf der Grundlage mehrerer Kriterien bewertet werden sollten, darunter verantwortungsvolle landwirtschaftliche Praktiken, Bodengesundheit, Wassernutzung, Biodiversität und das Wohlergehen ländlicher Gemeinschaften, anstatt ein strenges Materialhierarchiesystem zu etablieren. Der Zusammenschluss fordert, dass alle Textilfasern, ob erneuerbar oder synthetisch, unter denselben und transparenten Nachhaltigkeitsanforderungen bewertet werden. Die neuen Regeln sollten die Herkunft der Rohstoffe, die Beschaffungs- und Produktionsauswirkungen sowie die Ergebnisse am Ende des Lebenszyklus berücksichtigen, um einen fairen Vergleich zwischen verschiedenen Fasertypen zu gewährleisten.
Diese Initiative wird vom brasilianischen Verband der Baumwollproduzenten (ABRAPA) unterstützt. ABRAPA, ein aktives Mitglied des MTLC, führt einen kontinuierlichen Dialog mit europäischen Politikern. Der Verband ist der Ansicht, dass die Ergebnisse der EU-Nachhaltigkeitsvorschriften nicht nur in Europa von großer Bedeutung sind, sondern auch internationale Standards für den Textilmarkt setzen könnten. Daher müsse ein umfassender, wissenschaftlich fundierter Bewertungsansatz angewendet werden, um sicherzustellen, dass Naturfasern und synthetische Materialien fair bewertet werden.
Lisa Ventura, Leiterin der internationalen Partnerschaften bei ABRAPA, erklärte: „Brasilianische Baumwolle beweist, dass Größe und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Mit der Entwicklung der globalen Textilindustrie müssen Nachhaltigkeitsrahmen auf glaubwürdigen, wissenschaftlich fundierten Methoden aufbauen, um sicherzustellen, dass alle Materialien auf einem fairen Wettbewerbsniveau bewertet werden können.“










