de.wedoany.com-Bericht: Das brasilianische Energieunternehmen Eneva hat Bedenken hinsichtlich der neuen Resolution der brasilianischen Nationalen Agentur für Erdöl, Erdgas und Biokraftstoffe (ANP) zum Drittzugang zu Flüssigerdgas (LNG)-Terminals geäußert. Der Direktor für Außenbeziehungen des Unternehmens, Aurélio Amaral, erklärte in einem Interview mit dem Studio eixos während der Sergipe-Öl- und Gasausstellung (SOG 2026), dass die Resolution zu rechtlicher Unsicherheit für bereits strukturierte Investitionen führen könnte, insbesondere für Terminals, die mit Wärmekraftwerken integriert sind.
Amaral wies darauf hin, dass die Resolution ein Problem regeln solle, das das Unternehmen bereits als nicht mehr existent betrachte. Er erklärte, dass es bereits Wettbewerb zwischen den Terminals in Brasilien gebe, mit sieben in Betrieb befindlichen Terminals von fünf Unternehmen und zwei weiteren, die kurz vor der Inbetriebnahme stünden. Er ist der Ansicht, dass die Resolution für Terminals wie die von Eneva, die mit Wärmekraftwerken integriert sind, schwer anwendbar sei, da die verfügbare Kapazität an die Disposition des nationalen Stromnetzbetreibers (ONS) gekoppelt sei, die unsicher sei. Die gesamte Kapazität des Unternehmens sei an die thermische Disposition gebunden und werde von Faktoren wie dem Zeitpunkt der Disposition, der Lastaufnahme und dem Anlegen von Schiffen beeinflusst.
Amaral äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der Bestimmung der Resolution, dass neue Terminals an das Erdgaspipeline-Netz angeschlossen werden müssten. Er betonte, dass keines der bereits errichteten und an der Kapazitätsreserveauktion für 2026 teilnehmenden Projekte diese Resolution vorgesehen habe, da diese erst später erlassen worden sei, was zu großer Unsicherheit und rechtlicher Ungewissheit führe. Das Unternehmen stehe im Dialog mit der ANP, um die betrieblichen und technischen Schwierigkeiten zu erläutern, es bestehe jedoch weiterhin Unsicherheit darüber, wie diese Themen im Rahmen des in der Resolution vorgesehenen Verhaltenskodex behandelt würden.
Im Gegensatz dazu erklärte die ANP-Direktorin Symone Araújo in einem Interview mit eixos, dass es keinen Spielraum für eine Änderung der Resolution gebe. Sie bezeichnete den Prozess als breit diskutiert und die Entscheidung als sehr präzise. Sie ist der Ansicht, dass die Resolution Nr. 1003 auf einer langen Diskussionsgeschichte der Behörde basiere, die das Thema bereits in früheren Vorschriften zu Wasserterminals behandelt habe, was die Maßnahme vorhersehbar und ausgereift mache. Laut Araújo werde die Norm durch einen Verhaltenskodex ergänzt.
Hintergrundinformationen zufolge wird Eneva seine Kapazität im Bundesstaat Sergipe durch den Bau eines neuen 1,2-Gigawatt-Wärmekraftwerks erweitern, dessen Auslieferung für August 2028 geplant ist. Darüber hinaus sind der südöstliche Knotenpunkt und der Knotenpunkt Ceará in der Umsetzung, wobei der Knotenpunkt Ceará bereits im Bau ist.










