de.wedoany.com-Bericht: Gerresheimer verkauft seine Kunststoffverpackungssparte für 1,5 Milliarden Euro an die britische Private-Equity-Gesellschaft Apax. Zu den Transaktionsvermögenswerten gehört auch die Centor US Holding Inc.

Der Verkauf erfolgt in zwei Teilen. Der Teil, der die Centor US Holding Inc. betrifft, soll vor Ende des Geschäftsjahres 2026 abgeschlossen werden, die Übergabe des Primärverpackungs-Kunststoffgeschäfts (Primary Packaging Plastics) wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2027 erfolgen. Nach Abschluss der Transaktion erhält Apax die US-Werke von Centor sowie 15 Produktionsstandorte für Kunststoffverpackungen in neun Ländern. Die beiden Geschäftsbereiche erzielten 2025 zusammen einen Umsatz von rund 570 Millionen Euro und beschäftigen insgesamt etwa 2.400 Mitarbeiter.
Wolf Lehmann, Finanzvorstand von Gerresheimer, erklärte, diese Transaktion sei ein wichtiger Schritt zur Optimierung der Kapital- und Finanzierungsstruktur und werde die Verschuldungsquote des Unternehmens deutlich senken. Die erwarteten Mittelzuflüsse aus der Transaktion würden zur beschleunigten Schuldenreduzierung genutzt; in Verbindung mit der geplanten umfassenden Refinanzierung würden die Zinsaufwendungen deutlich sinken und letztlich eine nachhaltige Kapitalstruktur entstehen. Gleichzeitig werde die kontinuierliche Umsetzung des Transformationsprogramms positive Auswirkungen auf den operativen Cashflow und den freien Cashflow haben.
Anders Meyerhoff, Partner bei Apax, erklärte, Centor und Primary Packaging Plastics seien Marktführer bei Rezeptflaschen und primärer Pharmaverpackung und hätten sich über Jahrzehnte einen Ruf für Qualität und Zuverlässigkeit erarbeitet. Apax verfüge über umfangreiche Erfahrung mit Carve-out-Transaktionen und werde gemeinsam mit dem Bereich Operational Excellence mit dem Management zusammenarbeiten, um ein starkes, unabhängiges Unternehmen aufzubauen, das auf langfristiges Wachstum ausgerichtet ist.










