Airbus startet LEIA-Projekt zur Förderung hybrider elektrischer Architekturen
2026-08-01 15:14
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de.wedoany.com-Bericht: Airbus hat gemeinsam mit seinen Partnern aus der EU, Großbritannien und den USA das Projekt LEIA (Large-scale Integration and Demonstration of Hybrid-Electric Architectures) gestartet, das darauf abzielt, hybride elektrische Nichtantriebs-Energiearchitekturen für die nächste Generation von Verkehrsflugzeugen zu entwickeln. Das Projekt wird von der Clean Aviation Joint Undertaking der EU unterstützt und konzentriert sich auf Hochspannungs-Erzeugungs- und Verteilungstechnologien, die für innovative elektrische Systeme in Kurz- bis Mittelstreckenflugzeugen erforderlich sind. Ziel ist es, die Kluft zwischen Komponenteninnovationen und Flugzeugreife zu überbrücken und so die Grundlage für die künftige Integration und Zertifizierung relevanter Technologien zu legen.

Karim Mokaddem, Leiter für Forschung und Technologie bei Airbus für das „Flugzeug der Zukunft", erklärte, dass der Fortschritt in der Hybrid-Elektro-Forschung und der Start des LEIA-Demonstrationsprojekts einen entscheidenden Wandel in der Art und Weise markieren, wie Flugzeuge konstruiert werden. Er betonte, dass der Übergang zu integrierten, intelligenten hybriden elektrischen Architekturen die Schaffung einer physischen und digitalen Grundlage für die nächste Flugzeuggeneration darstelle – die Zukunft der Luftfahrt betreffe nicht nur neue Energiequellen, sondern auch das Ökosystem, das diese Energiequellen verwaltet.

Das LEIA-Projekt baut auf dem abgeschlossenen SWITCH-Projekt auf. SWITCH konzentrierte sich auf hybride elektrische Antriebsstrang-Subsysteme und erreichte im Juli dieses Jahres einen wichtigen Meilenstein, als Collins Aerospace die integrierten Labortests abschloss. Dieses Ergebnis wurde gemeinsam mit den Projektpartnern Pratt & Whitney, GKN Aerospace und MTU Aero Engines erzielt.

Nachdem diese Subsysteme in Verbindung mit simulierten Flugzeug- und Triebwerkssystemen betrieben wurden, werden sie nun in das Airbus-Labor für nachhaltige Technologien und Engineering-Projekte (STEP) in Ottobrunn, Deutschland, verlagert. Dort wird das Airbus-Team entscheidende Integrations- und Erprobungstests auf Flugzeugebene durchführen, die Design, Batterieschnittstellen und Energiemanagementsysteme umfassen.

Airbus leitet die Integration mehrerer fortschrittlicher elektrischer Komponenten, darunter skalierbare Motoren/Generatoren, elektronische Steuerungen der nächsten Generation, Stromverteilungsgeräte und andere Flugzeugsysteme. Diese Systeme werden durch ein umfassendes Testprogramm validiert, wobei bis 2027 kritische Bodendemonstrationen geplant sind.

Die Projekte SWITCH und LEIA bauen beide auf der fortlaufenden Zusammenarbeit von Airbus in mehreren Clean-Aviation-Projekten auf, die auf Elektrifizierungstechnologien für Regional- sowie Kurz- bis Mittelstreckenflugzeuge abzielen. Durch die Koordination grenzüberschreitender Lieferketten-Integration und strenger technischer Anforderungen treibt Airbus den Wandel der Luftfahrtindustrie hin zu stärkerer Elektrifizierung voran, mit dem übergeordneten Ziel, die Treibhausgasemissionen im Luftverkehr zu reduzieren.

Zu den Partnern des LEIA-Projekts gehören AVL, Collins Aerospace, das European Aeronautics Science Network (EASN), die Fraunhofer-Gesellschaft, Liebherr Aerospace, Lynxeo, das Niederländische Luft- und Raumfahrtzentrum (NLR), Safran, SAFT, die University of Warwick und die Technische Universität Breslau (Wroclaw University of Science and Technology).

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