de.wedoany.com-Bericht: Der simbabwische Finanzminister Mthuli Ncube gab am Donnerstag bekannt, dass die Exporteinnahmen des Landes aus Lithiumprodukten im ersten Halbjahr 2026 782 Millionen US-Dollar erreichten, gegenüber 237 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
In diesem Halbjahr trug Lithium etwa 12 % zu den gesamten Mineralexporteinnahmen Simbabwes bei und lag damit nur hinter Gold und Platingruppenmetallen.
Im April nahm die erste Fabrik des Landes, die hochwertiges Lithium sulfat produziert, ihren Betrieb auf. Die Regierung drängt zugleich darauf, dass chinesische Bergbauunternehmen, die die Lithiumindustrie dominieren, die Verarbeitung vor Ort in Simbabwe durchführen. Der Anteil von Lithium an den Exporteinnahmen dürfte dadurch weiter steigen.
Die Regierung plant, ab Januar 2027 die Ausfuhr von Lithiumkonzentrat zu verbieten. Bereits im Februar dieses Jahres hatte Simbabwe die Ausfuhr von Lithiumkonzentrat vorübergehend ausgesetzt, nachdem bei einigen Exporteuren Kapitalabflüsse und unangemessenes Verhalten festgestellt worden waren.
Dem Halbjahreshaushaltsbericht des Finanzministeriums zufolge wird die gesamte Lithiumproduktion Simbabwes im Jahr 2026 voraussichtlich 2,14 Millionen Tonnen betragen, ein leichter Rückgang gegenüber 2,2 Millionen Tonnen im Jahr 2025.
Die staatliche Mineralienexportbehörde Simbabwes gab bekannt, dass das Land im Jahr 2025 1,13 Millionen Tonnen Lithium exportierte; offizielle Produktionsdaten deuten jedoch auf beträchtliche Lagerbestände in den Minen hin.
Zu den Unternehmen, die im Lithiumbergbau und in der Verarbeitung in Simbabwe eine dominierende Rolle spielen, gehören Zhejiang Huayou Cobalt, Sinomine, Chengxin Lithium Group, Sichuan Yahua und Tsingshan Holding Group.









