de.wedoany.com-Bericht: Die Sicherheitsteams in Ölfeldern stehen zunehmend unter Druck durch koordinierte kriminelle Aktivitäten, die kostspielige Betriebsunterbrechungen, Vorfälle im Bereich Umwelt, Gesundheit und Sicherheit (EHS) sowie weitreichende wirtschaftliche Verluste verursachen. Im Permian-Becken beispielsweise ist ein deutlicher Anstieg illegaler Beladungen an Tanklagern, Diebstahl von Infrastruktur und Vorfälle von Lieferkettenmanipulation zu verzeichnen; allein in Texas werden die jährlichen Schäden auf über 1 Milliarde US-Dollar geschätzt – ohne die Opportunitätskosten, die den Betreibern durch Stillstände entstehen.

Die Sicherheitspraktiken der Öl- und Gasindustrie zeigen, dass Betreiber Sicherheitsrisiken im Upstream-Bereich bisher deshalb akzeptierten, weil herkömmliche Sicherheitslösungen eine wirtschaftlich effiziente Abdeckung an abgelegenen Standorten kaum ermöglichten – Standorte, die in der Regel nicht über die Voraussetzungen für permanente Strom- und Kommunikationsinfrastruktur verfügen. Angesichts des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds, geopolitischer Unsicherheiten und sich ständig weiterentwickelnder krimineller Methoden steht diese Abwägung zwischen Risiken und Sicherheitsinvestitionen jedoch an einem kritischen Wendepunkt. Das Management von Ölfeldern beginnt, nach Werkzeugen zu suchen, die dem Betrieb Sichtbarkeit und Einblicke verschaffen; KI-gestützte, schnell einsetzbare Sicherheitslösungen werden zu einem wichtigen Bestandteil der aktiven Abschreckung von Kriminalität in Ölfeldern, da sie die Abdeckung in einer einheitlichen Plattform erweitern und gleichzeitig Arbeitssicherheit und Betriebseffizienz unterstützen.
Die mobilen Sicherheitseinheiten von LVT und die zugehörigen Videoüberwachungssysteme haben im praktischen Einsatz messbare Ergebnisse erzielt: Marathon Petroleum spart mit dieser Lösung jährlich über 400.000 US-Dollar an Wachpersonalausgaben, die Zahl unbefugter Eindringlinge sank um 43 %, und alle Sicherheitsvorfälle gingen um 56 % zurück. Auf Basis dieser validierten Ergebnisse kann KI-gestützte Sichtbarkeit die bestehenden Risikominderungsmaßnahmen in Ölfeldern in vier Bereichen verstärken.

Bei der Echtzeit-Erkennung von Bedrohungen und Anomalien kann KI aus historischen Ereignissen und Branchenmustern lernen, die Bedrohungsaufklärung kontinuierlich verbessern und mögliche Angriffspfade vorhersagen. Durch die Überlagerung bestehender Überwachungssysteme mit KI-Software oder die Bereitstellung von LVT-Einheiten, die an die Sicherheitsüberwachungsplattform angebunden sind, lässt sich eine Echtzeiterkennung erreichen: Perimeterverletzungen, umherstreifende Personen, unbefugte Fahrzeuge, unsichere Arbeitsvorgänge wie das Betreten von Rot- oder Sperrbereichen durch Arbeiter, Arbeiten in der Höhe oder in Feuerzonen sowie Umweltzustände wie Hindernisse, Lecks oder Füllstandänderungen in Tanks. Das System weist das Personal automatisch auf die Prüfung potenzieller Risiken hin und passt sich im Laufe der Zeit an, indem es nur hochwertige Informationen ausgibt, um Alarmmüdigkeit zu reduzieren.
Bei der schnellen Ereignisreaktion und Automatisierung kann KI nach der Erkennung eines Risikos ohne menschliches Eingreifen vordefinierte Aktionen auslösen – beispielsweise bei einer Perimeterverletzung automatisch eine maßgeschneiderte Audioansage abspielen, die Eindringlinge warnt, dass der Bereich überwacht wird und sie ihn sofort verlassen müssen, wodurch die Reaktionszeit bei kritischen Ereignissen erheblich verkürzt wird. LVT-Einheiten bewegen sich auch mit den Workover-Rigs zwischen den Bohrstellen und überwachen kontinuierlich, ob Arbeiter Rot- oder Hochrisikobereiche betreten.
Bei der Ereignisuntersuchung kann KI riesige Mengen an Video- und Systembeweisen durchsuchen, bestimmte Ereignisausschnitte isolieren und bereichsübergreifende Muster erkennen, wodurch die manuelle Durchsicht von Wochen oder sogar Monaten an Aufzeichnungen ersetzt wird. Die Funktion zur Suche in natürlicher Sprache vereinfacht diesen Prozess weiter: So lassen sich etwa durch Eingaben wie „Zeig mir alle Aufnahmen, in denen jemand den Sperrbereich betritt“ oder „Zeig mir alle Aufnahmen, in denen ein bestimmter LKW das Gelände betritt“ sofort die entsprechenden Videosequenzen zur manuellen Prüfung abrufen, was Geschwindigkeit und Genauigkeit der Ermittlungen erhöht.
Bei Compliance und Berichterstattung stützen sich Berichtserstellung und Compliance-Prozesse häufig auf manuelle Abläufe, die die Aufmerksamkeit des Teams von Echtzeitrisiken ablenken können und bei Fehlern Geldstrafen nach sich ziehen können. KI kann Berichterstattung und Compliance-Abwicklung beschleunigen und das Gesamtbetriebsrisiko senken. Für Versorgungsunternehmen erweist sich die KI-Lösung von LVT als Multiplikator der Sicherheitseffektivität. Nicht alle Risiken lassen sich allein mit KI lösen, aber KI spielt durch die Verstärkung der Fähigkeiten von Sicherheits- und Feldpersonal eine immer wichtigere Rolle bei der Verlustprävention und der Aufrechterhaltung der Standortsicherheit. Bei der Bewertung, welche KI-Anwendungsfälle sich lohnen, können zwei Fragen als Ausgangspunkt dienen: Welche Sicherheitsprozesse binden die meiste Zeit des Teams, und welche Schwachstellen stellen ein erhebliches Risiko für das Unternehmen dar – genau diese sind die prioritären Einstiegspunkte für die Integration von KI in bestehende Arbeitsabläufe und Sicherheitssysteme. Menschliches Sicherheitspersonal bleibt der Kern für die Überwachung vor Ort und die Verfolgung von Straftätern, während der effektive Einsatz von KI dem Team hilft, Risiken schneller zu erkennen und zu bewältigen und die Betriebssicherheit in größerem Maßstab zu gewährleisten.










