de.wedoany.com-Bericht: Die Lissaboner Verkehrsgesellschaft (Carris) wird die für das Laden von Elektrobussen erforderliche Infrastruktur an den Betriebshöfen Alta de Lisboa und Pontinha errichten und hat dafür eine öffentliche Ausschreibung gestartet. Der Basisvertragsbetrag beläuft sich auf 8,25 Millionen Euro.
Die Ausschreibung ist in zwei Lose unterteilt: Das Los für den Betriebshof Alta de Lisboa hat einen Basispreis von 3,5 Millionen Euro, das Los für den Betriebshof Pontinha einen Basispreis von 4,75 Millionen Euro. Die Arbeiten umfassen die gesamte für den Betrieb der Ladegeräte erforderliche elektrische Infrastruktur, einschließlich der elektrischen Anlagen zur Stromversorgung der Geräte.

Laut der Bekanntmachung beträgt die maximale Baudauer für den Betriebshof Alta de Lisboa 280 Tage und für den Betriebshof Pontinha 360 Tage. Der Vertrag wird im Wege einer öffentlichen Ausschreibung vergeben, wobei der Preis das einzige Zuschlagskriterium ist. Interessierte Unternehmen können ihre Angebote bis zum 2. September 2026 einreichen. Das Projekt wird nicht aus EU-Mitteln gefördert.
Diese Ausschreibung ist Teil der Anpassungsarbeiten von Carris, um die Betriebshofanlagen an die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte anzupassen.

Carris hat kürzlich 15 vollelektrische Kleinbusse erhalten. Diese als „manjericos“ bezeichneten Fahrzeuge repräsentieren eine Investition von rund 3 Millionen Euro und eignen sich besser für den Betrieb in den historischen Stadtvierteln Lissabons. Der Unternehmenspräsident garantierte damals, dass im Sommer dieses Jahres weitere 29 Standardbusse mit einer Gesamtinvestition von 16 Millionen Euro eintreffen werden, finanziert aus dem Aufbau- und Resilienzplan (PRR).
Derzeit sind etwa 48 % der Carris-Flotte noch Dieselbusse, während dieser Anteil im Jahr 2021 bei 70 % lag. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die gesamte Flotte zu elektrifizieren.
Im operativen Bereich verzeichnete Carris in der ersten Jahreshälfte einen Fahrgastanstieg von 3 % im Vergleich zum Vorjahr; in den ersten sechs Monaten wurden insgesamt rund 67 Millionen Fahrgäste befördert.





















