de.wedoany.com-Bericht: Am 10. August kündigten das dänische Unternehmen Maersk und die deutsche Hapag-Lloyd eine strukturelle Anpassung der AE19-Containerlinie im Netzwerk der „Gemini Cooperation" an. Die Route verläuft ab sofort nicht mehr um das Kap der Guten Hoffnung, sondern durch das Rote Meer und den Suezkanal und verbindet weiterhin Asien, das Mittelmeer, Saudi-Arabien und Europa.
Die erste Westfahrt auf der neuen Route ist die Fahrt 628W der Berlin Maersk, die Ostumstellung beginnt mit der Fahrt 637E desselben Schiffs. Die neue Route führt von Asien durch das Rote Meer und den Suezkanal, verbindet das Mittelmeer und Europa und kehrt anschließend über die Suez-Route nach Asien zurück. Die bisherige Umfahrung des Kaps der Guten Hoffnung in beide Richtungen wird damit aufgehoben.
Die AE19 wurde am 13. März 2026 eröffnet und nutzte zunächst die Route um das Kap der Guten Hoffnung, um Haupt- und Zubringerdienste für Güter zwischen Asien, dem Mittelmeer, Saudi-Arabien und Europa bereitzustellen. Mit dieser Anpassung wird die Betriebsstruktur der Route auf den Suezkanal umgestellt. Maersk erklärte, dass der neue Weg die Transportzeiten verkürzen und die Effizienz der Fahrten in Richtung Asien und Europa verbessern werde.
Vor der Anpassung der AE19 hatten Maersk und Hapag-Lloyd bereits schrittweise einige Suez-Routen wieder aufgenommen. Im Februar stellten die beiden Unternehmen den ME11-Dienst auf die Route durch das Rote Meer und den Suezkanal um, mussten die Fahrten jedoch aufgrund veränderter Sicherheitslage im Nahen Osten im März wieder um das Kap der Guten Hoffnung führen. Ab Juli passten beide Seiten zunächst die AE15-Route an; der von Maersk unabhängig betriebene MECL-Dienst nahm anschließend die Suez-Schifffahrt wieder auf, wobei sich die Transportzeiten in Westrichtung im Durchschnitt um 7 Tage und in Ostrichtung um 14 Tage verkürzten. Auch der WAF6-Dienst wurde im selben Monat auf die Route durch das Rote Meer umgestellt.
Die diesmalige Anpassung der AE19 wurde von beiden Unternehmen nach Abschluss einer Sicherheitsbewertung für das Rote Meer gemeinsam beschlossen. Maersk erklärte, dass es derzeit keine Pläne für weitere Anpassungen anderer Gemini-Dienste gebe und auch keinen konkreten Zeitplan für die vollständige Wiederaufnahme der Suez-Schifffahrt im gesamten Ost-West-Netz festgelegt habe. Die weiteren Routenplanungen werden weiterhin auf der Grundlage der anhaltenden Stabilität in der Region des Roten Meeres umgesetzt, wobei ein Plan für die erneute Umfahrung des Kaps der Guten Hoffnung bei veränderten Sicherheitsbedingungen beibehalten wird.





















