Belgischer Hafen Antwerpen-Brügge nimmt im September 500-kW-AEM-Elektrolyseur in Betrieb

2026-08-22 15:52
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de.wedoany.com-Bericht: Der Hersteller von Elektrolyseuren im industriellen Maßstab, Power to Hydrogen, hat einen 500-kW-Anionenaustauschmembran (AEM)-Elektrolyseur an den belgischen Hafen Antwerpen-Brügge (Port of Antwerp-Bruges) geliefert – die erste industrielle Anwendung dieser Technologie in dieser Größenordnung weltweit. Das Gesamtsystem besteht aus 250-kW-Stack-Modulen.

Die Installationsarbeiten haben bereits begonnen, die Inbetriebnahme ist für September geplant. Nach der Inbetriebnahme wird das Projekt die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff unter realen Betriebsbedingungen in einer industriellen Hafenumgebung mit hohem Durchsatz demonstrieren.

Diese Installation ist ein entscheidender Schritt in der Entwicklung der AEM-Elektrolysetechnologie. Diese Technologie positioniert sich als Alternative zur ausgereifteren Protonenaustauschmembran (PEM)-Technologie, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Industrie nach Wegen sucht, die Wasserstoffproduktionskosten zu senken und die Wasserstofferzeugung mit zunehmend fluktuierendem erneuerbarem Strom zu integrieren.

Das Projekt ist die erste kommerzielle Anwendung der M-Class-Hybrid-AEM-Elektrolyseurplattform von Power to Hydrogen. Die Plattform ist auf eine Skalierbarkeit bis zu 25 MW ausgelegt, für industrielle Anwendungen konzipiert und nutzt modulare 250-kW-Stacks als Basis für größere Anlagen.

Ein wesentliches Merkmal des Systems ist die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen in der Verfügbarkeit erneuerbarer Energie zu reagieren. Laut Power to Hydrogen kann die AEM-Technologie in weniger als 50 Millisekunden auf Laständerungen aus erneuerbaren Quellen reagieren, wodurch die Wasserstoffproduktion der fluktuierenden erneuerbaren Stromerzeugung folgen kann.

Der Elektrolyseur arbeitet zudem unter Druck, was den Bedarf an nachgeschalteter Wasserstoffkompression reduziert und möglicherweise die gesamte Hilfsausrüstungskonfiguration vereinfacht.

Die Technologie verwendet keine teuren Metalle, die für PEM-Elektrolyseure erforderlich sind, sondern setzt stattdessen auf leichter verfügbare Materialien wie Stahl und Nickel. Laut Power to Hydrogen kann dieser Materialansatz die Kapitalkosten im Vergleich zu vergleichbaren PEM-Systemen um bis zu 65 % senken.

Das Projekt am Hafen Antwerpen-Brügge zielt darauf ab, eine reproduzierbare Konfiguration für zukünftige Anwendungen zu schaffen und eine Drittvalidierung der Technologie zu erhalten. Das Unternehmen erwartet, dass diese reale Demonstration dazu beitragen wird, technische und kommerzielle Risiken beim Übergang zu größeren Multi-Megawatt-Projekten zu reduzieren.

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