Spanien: Ausschreibung für Straßeninstandhaltung im Wert von 1006 Millionen Euro ausgesetzt – 29 Lose betroffen

2026-09-04 11:04
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de.wedoany.com-Bericht: Am 1. September hat die Straßengeneraldirektion des spanischen Ministeriums für Verkehr und Nachhaltige Mobilität die Ausschreibung für Instandhaltungs- und Betriebsdienste des nationalen Straßennetzes mit einem Gesamtvolumen von 1,006 Milliarden Euro vorübergehend ausgesetzt. Die Aussetzung erfolgt aufgrund einer besonderen Beschwerde, die der Verband der Unternehmen für Infrastrukturinstandhaltung und -betrieb (ACEX) beim Zentralen Verwaltungsgericht für Vertragsressourcen (TACRC) eingereicht hat. Das betreffende Ausschreibungsverfahren wird bis zum Abschluss des Beschwerdeverfahrens vorübergehend ausgesetzt.

Diese Projektgruppe wurde ursprünglich am 16. Juni vom spanischen Ministerrat genehmigt. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 1,006 Milliarden Euro ohne Mehrwertsteuer und umfasst insgesamt 6 Beschaffungsvorhaben mit 29 Losen, die das nationale Straßennetz in 10 Autonomen Gemeinschaften und 20 Provinzen Spaniens abdecken. Die Verträge betreffen rund 3.670 Kilometer nationale Straßen, davon etwa 2.261 Kilometer Autobahnen. Die Grundvertragslaufzeit beträgt 3 Jahre, kann um 2 Jahre verlängert werden und um weitere maximal 9 Monate ergänzt werden.

Der Projektumfang umfasst die laufende Straßeninstandhaltung, die Gewährleistung der Straßenbefahrbarkeit, Winterdienstleistungen, die Bewältigung von Unfällen und Notfällen, Hilfsdienste für den Straßenbetrieb, Sicherheitsstudien sowie die Instandhaltung von Straßenausstattung, einschließlich kleinerer Bauarbeiten. Die Ausschreibung verlangt zudem von den beauftragten Unternehmen die Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung bei der Beleuchtung, zur Eigenstromerzeugung, zur Nutzung von Elektrofahrzeugen sowie die Vorlage eines Dekarbonisierungsplans innerhalb der ersten sechs Monate nach Vertragsbeginn.

ACEX ist der Ansicht, dass der Bewertungsmechanismus in den neuen Ausschreibungsunterlagen dem Preisfaktor ein übermäßig hohes Gewicht beimisst, den Wettbewerb der Unternehmen einschränkt und möglicherweise gegen das spanische Gesetz über öffentliche Aufträge verstößt. Der Verband hat daher eine Gesamtbeschwerde gegen die betreffenden Ausschreibungsunterlagen eingereicht. Das TACRC hat die Beschwerde angenommen und vorläufige Aussetzungsmaßnahmen ergriffen; eine endgültige Entscheidung über die inhaltliche Begründetheit der Beschwerde steht derzeit noch aus.

Die betroffenen Projekte verteilen sich auf Katalonien, Kastilien und León, Kastilien-La Mancha, Aragonien, Valencia, Madrid, La Rioja, Asturien, Galicien und Andalusien. Die ursprünglich geplanten 29 Lose betreffen Abschnitte von Autobahnen und Nationalstraßen wie A-1, A-11 und A-66.

Der spanische Verband für Güterkraftverkehr (CETM) forderte anschließend die Regierung auf, das Problem der ausgesetzten Ausschreibung schnellstmöglich zu lösen. CETM erklärte, dass Streitigkeiten zwischen der Straßeninstandhaltungsbranche und der Regierung über Beschaffungsverfahren über die entsprechenden rechtlichen Wege behandelt werden sollten, jedoch dürften Straßennutzer und Güterverkehrsunternehmen nicht über einen längeren Zeitraum auf den Beginn der betreffenden Instandhaltungsarbeiten warten müssen.

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