Hafen Algeciras schreibt Planung für Vertiefung der Kais aus – Ostkai soll 18,5 Meter Tiefgang erreichen

2026-09-03 15:19
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de.wedoany.com-Bericht: Am 27. August hat die Hafenbehörde der Bucht von Algeciras (APBA) offiziell die Ausschreibung für Planungsleistungen zur Vertiefung des Nordkais und des Ostkais von Juan-Carlos-I. gestartet. Beide Kais befinden sich im Betriebsbereich des APM-Terminals Algeciras.

Der geschätzte Vertragswert beträgt 279.650 Euro (ohne Mehrwertsteuer), die Angebotsfrist endet am 22. September 2026. Gegenstand der Ausschreibung ist die Erstellung sämtlicher für die Vertiefungsarbeiten erforderlicher Projektdokumente, einschließlich technischer Spezifikationen und Bauausführungspläne.

Gemäß den technischen Kennwerten der Ausschreibungsunterlagen wird für den Nordkai eine maximale Zielwassertiefe von 15,50 Metern angestrebt, für den Abschnitt zwischen den Pollern 17 und 33 des Ostkais eine maximale Zielwassertiefe von 18,50 Metern. Derzeit kann der Ostkai nur bei bestimmten Gezeitenbedingungen ein Ultra-Large-Containerschiff der Triple-E-Klasse aufnehmen; angestrebt wird das gleichzeitige Anlegen zweier solcher Schiffe, wodurch die Liegeplatzkapazität und die betriebliche Flexibilität erhöht werden.

Der Planungsumfang erstreckt sich über den gesamten Nordkai und den Abschnitt zwischen den Pollern 17 und 33 des Ostkais. Der Auftragnehmer muss die bestehende Kaistruktur untersuchen und bewerten, die Tragfähigkeit der Pfähle und die Zustandsbedingungen der Kaidecke analysieren, den Baggerbereich und die Baggermengen auf Grundlage der Zielwassertiefen berechnen sowie einen Maßnahmenplan zur Umrüstung des Kais vor der Vertiefung erstellen, einschließlich der Modernisierung der Poller, der Anpassung des Fendersystems und möglicher struktureller Verstärkungsmaßnahmen, und schließlich technische Unterlagen erstellen, die als Grundlage für die spätere Baudurchführung dienen können.

Das Vorhaben ist im Investitionsplan der APBA für den Zeitraum 2027–2031 enthalten. Die APBA und APM Terminals Algeciras haben eine Rahmenvereinbarung über die Vertiefung der beiden Liegeplätze geschlossen; die konkreten Umsetzungsmodalitäten werden in den späteren Vertrag für die Baggerarbeiten aufgenommen.

Diese Ausschreibung umfasst ausschließlich die Planungs- und Studienphase, nicht die Baggerarbeiten selbst. Die Baggerarbeiten werden als eigenständiges Vertragspaket vergeben und zu einem späteren Zeitpunkt ausgeschrieben, sobald der Entwurf finalisiert und die erforderlichen Genehmigungen erteilt wurden.

Als historische Referenz: Im Jahr 2011 wurde im spanischen Staatsanzeiger die Ausschreibung für die Baggerarbeiten am Ostkai von Juan-Carlos-I. veröffentlicht, mit einer Zielwassertiefe von 17 Metern und einer Baggermenge von ca. 88.500 Kubikmetern. Die in der aktuellen Planungsausschreibung geforderte Zielwassertiefe von 18,50 Metern liegt um 1,50 Meter über dem Niveau von 2011 und spiegelt den gestiegenen Bedarf des Hafens an der regelmäßigen Abfertigung von Ultra-Large-Containerschiffen wider.

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