Porsche ernennt Christian Friedl zum Leiter Produktion und Logistik – Gemeinsame Fertigung von Elektro-718 und 911 wird vorangetrieben

2026-09-04 11:34
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de.wedoany.com-Bericht: Am 3. September gab Porsche eine Neuausrichtung im Produktions- und Logistikmanagement bekannt. Der 49-jährige Christian Friedl hat am 1. September offiziell sein Amt als Mitglied des Vorstands der Porsche AG übernommen und verantwortet nun den Bereich Produktion und Logistik. Er folgt damit auf Albrecht Reimold, der planmäßig in den Ruhestand getreten ist. Reimold leitete diesen Bereich zuvor über zehn Jahre und schied nach Ablauf seiner Amtszeit am 31. August in den Ruhestand.

Friedl wurde intern bei Porsche befördert. Vor seiner neuen Aufgabe war er für das Qualitätsmanagement des Unternehmens verantwortlich. Zuvor bekleidete er mehrere Führungspositionen im Produktionssystem von Porsche sowie im Volkswagen-Konzern und leitete unter anderem das Stammwerk in Zuffenhausen. In seiner neuen Funktion verantwortet er das internationale Produktions- und Logistiknetzwerk von Porsche, einschließlich der Standorte Zuffenhausen und Leipzig in Deutschland sowie der CKD-Montage in Malaysia.

Im nächsten Schritt wird am Standort Zuffenhausen die neue Generation des elektrischen 718 in die bestehende 911-Montagelinie integriert, sodass der elektrische Sportwagen und das 911-Modell mit Boxermotor auf derselben Linie gefertigt werden. Porsche hat für diese Produktionsumstellung bereits rund 250 Millionen Euro investiert und das Werk Zuffenhausen umgebaut und erweitert, einschließlich der Verlängerung der Montagelinie, der Ausstattung mit automatisch geführten Transportfahrzeugen sowie des Baus neuer Bereiche für Fahrzeugprüfung und Endfertigung.

Zuffenhausen produziert derzeit Modelle wie den 911 und den Taycan. Porsche fertigte 2025 an diesem Standort 55.371 Einheiten des 911 und 11.510 Einheiten des Taycan; im gleichen Zeitraum wurden 15.856 Einheiten des 718 Boxster/Cayman im Werk Osnabrück produziert. Die Produktion des Verbrenner-718 wurde Ende Oktober 2025 eingestellt. Im ersten Halbjahr 2026 nannte Porsche die Einstellung der Produktion des Verbrenner-718 als einen der Gründe für den Rückgang der Auslieferungen in diesem Zeitraum.

Das bestehende flexible Fertigungssystem in Zuffenhausen ermöglicht es Porsche, verschiedene Modelle und Derivate der 911-Baureihe auf einer Linie zu montieren. Für die Integration des elektrischen Sportwagens wurde dieses System erweitert; der Taycan wird weiterhin auf einer separaten, auf die reine Elektroarchitektur ausgelegten Produktionslinie gefertigt. Der Standort Leipzig ist derzeit in der Lage, auf bestehenden Linien gleichzeitig Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb, Plug-in-Hybrid und Verbrennungsmotor zu produzieren.

Im Juli dieses Jahres einigten sich der Vorstand der Porsche AG und der Gesamtbetriebsrat zudem auf das „Future Package“. Das Unternehmen plant, bis 2035 insgesamt 2,1 Milliarden Euro in die Standorte Zuffenhausen und Weissach zu investieren, einschließlich der Anpassungen des Produktionssystems, die für die weitere Fertigung von Sportwagen in Zuffenhausen erforderlich sind.

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