Alfa Laval erhält Auftrag über 60 Wärmetauscher für das Projekt Onuba H2

2026-09-05 16:44
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de.wedoany.com-Bericht: Am 2. September wurde Alfa Laval als Lieferant für die Kühlausrüstung des Elektrolysesystems des spanischen Projekts Onuba H2 ausgewählt und wird 60 Wärmetauscher an Moeve liefern. Die Ausrüstung umfasst die Kühlung der Elektrolyseure, die Gaskühlung sowie die Kühlung der Hilfssysteme des Balance of Plant. Die erste Phase von Onuba befindet sich im La Rábida Energy Park in Palos de la Frontera, Huelva, und der Bau eines 300-MW-Alkalwasser-Elektrolysesystems wurde bereits beschlossen.

Das Elektrolysesystem der ersten Phase von Onuba wird von thyssenkrupp nucera geliefert. Der Vertragsumfang umfasst Engineering, Beschaffung, Fertigung und Lieferung der Ausrüstung. Insgesamt werden 15 standardisierte 20-MW-Alkalwasser-Elektrolyseeinheiten mit einer Gesamtkapazität von 300 MW konfiguriert. Moeve hat die endgültige Investitionsentscheidung für das Projekt im März 2026 abgeschlossen; anschließend trat das Projekt in die Phase der Ausrüstungsbeschaffung und Baudurchführung ein. Der Auftrag über 60 Wärmetauscher von Alfa Laval gehört zur Beschaffungskette der Begleitausrüstung für dieses 300-MW-Elektrolysesystem.

Gemäß dem neuesten Projektplan von Moeve beträgt die anfängliche Elektrolysekapazität von Onuba 300 MW, mit einer zusätzlich reservierten Erweiterungsoption von 105 MW. Ob die zusätzliche Kapazität umgesetzt werden kann, hängt von der Netzanbindungskapazität und der anschließenden Genehmigung durch den Vorstand ab. Die erste Phase mit 300 MW ist für eine Jahresproduktion von etwa 45.000 Tonnen erneuerbarem Wasserstoff ausgelegt. Die Gesamtinvestition des Projekts übersteigt 1 Milliarde Euro und umfasst neben der Grünwasserstoff-Produktionsanlage auch die zugehörige Infrastruktur sowie einen Photovoltaikpark für den Eigenverbrauch. Moeve hält eine Mehrheitsbeteiligung von 51 % an der Projektgesellschaft; Partner wie Masdar und Enalter halten Minderheitsbeteiligungen.

Das Projekt hat zuvor bereits eine Unterstützung der spanischen Regierung in Höhe von etwa 304 Millionen Euro erhalten. Die Mittel stammen aus dem Wasserstofftal-Programm im Rahmen von NextGenerationEU der Europäischen Union und entsprechen dem Entwicklungsmaßstab von 405 MW im Grünen Wasserstofftal von Andalusien. Onuba wurde von der EU zudem in die Liste der Vorhaben von gemeinsamem Interesse aufgenommen. Moeve hatte in der Projektplanung zuvor 405 MW als vollständige erste Phase vorgesehen; davon sind 300 MW, für die bereits die Investitionsentscheidung getroffen wurde und die sich in der Ausrüstungsbeschaffung befinden, während die verbleibenden 105 MW weiterhin an die Netzkapazität und die anschließende Genehmigung geknüpft sind.

Der in Onuba produzierte erneuerbare Wasserstoff soll für Moeves eigene Industrieanlagen sowie für Drittkunden verwendet werden und die Produktion erneuerbarer Kraftstoffe für Luftfahrt, Straßenverkehr und Schifffahrt versorgen. Zudem sollen Teile des Bedarfs der Chemie- und Düngemittelproduktion abgedeckt werden. Alfa Laval hat für diesen Auftrag weder den Vertragswert, die spezifischen Wärmetauschermodelle, die Wärmeübertragungsfläche pro Einheit, die Materialklasse noch die Lieferlose der Ausrüstung offengelegt. Die Umsetzungskette des Projekts ist derzeit klar definiert: Abschluss der FID im März 2026, thyssenkrupp nucera erhält den Auftrag für die 300-MW-Elektrolyseur-Ausrüstung, Alfa Laval erhält anschließend den Begleitauftrag über 60 Wärmetauscher, und das Projekt geht weiter in die Phase der Ausrüstungsfertigung und des Baus.

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