Uniper schließt Phase 1 des Ammoniak-Importterminals ab – maximale Jahreskapazität von 2,6 Millionen Tonnen

2026-09-09 17:10
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de.wedoany.com-Bericht: Am 4. September schloss Uniper Hydrogen die erste Phase der Markterkundung (Open Season) für das Wasserstoff-Importterminal in Wilhelmshaven ab. Es wurden Absichtserklärungen mit Marktteilnehmern unterzeichnet, und die nachgefragte Kapazität erreichte die Voraussetzungen für die Fortführung des Projekts. Damit tritt das Projekt in die zweite Phase ein, in der den Teilnehmern als nächster Schritt Heads of Terms vorgelegt und gemeinsam der Terminalnutzungsvertrag (Terminal Use Agreement) ausgearbeitet wird. Gemäß dem von Uniper festgelegten Verfahren werden die betreffenden Kapazitäten erst nach Unterzeichnung des Terminalnutzungsvertrags zu verbindlichen Kapazitätsbuchungen; das Unternehmen hat die Liste der teilnehmenden Unternehmen dieser Runde sowie die insgesamt beantragte Kapazitätsmenge vorerst nicht veröffentlicht.

Das Terminal soll über Ammoniaktransport einen großvolumigen Wasserstoffimport ermöglichen. Nach dem Löschen des flüssigen Ammoniaks in Wilhelmshaven wird es in eine große landseitige Ammoniak-Spaltanlage geleitet und in Wasserstoff umgewandelt, der in das geplante deutsche Wasserstoff-Kernnetz eingespeist wird; das Projekt sieht zudem den Transport von Ammoniak über Bahnverladeeinrichtungen vor. Das Terminal ist modular aufgebaut und kann in der Folge auf eine maximale Jahreskapazität von 2,6 Millionen Tonnen Ammoniak erweitert werden, was etwa 350.000 Tonnen Wasserstoff entspricht. Sollte die spätere Marktnachfrage eine weitere Expansion unterstützen, plant Uniper die Durchführung einer oder mehrerer neuer Open-Season-Runden mit entsprechenden Kapazitätsprodukten und kommerziellen Bedingungen.

Das Projekt befindet sich derzeit noch in der Phase der technischen Planung und der Vorbereitung der kommerziellen Entwicklung. Aus den Projektunterlagen von Uniper geht hervor, dass für das Wasserstoff-Importterminal in Wilhelmshaven derzeit die Designprinzipien und die technischen Grundlagen erarbeitet werden, während parallel das kommerzielle Konzept und die Genehmigungsverfahren vorangetrieben werden. Das Unternehmen hat zuvor bereits die Pre-FEED-Arbeiten für eine kommerzielle Ammoniak-Spaltanlage gestartet, um die Projektdesignbasis, den technischen Umfang und die technisch-wirtschaftlichen Bedingungen weiter zu konkretisieren und eine Grundlage für die anschließende FEED-Phase zu schaffen.

Die Ammoniak-Spalttechnologie wird von Uniper in Zusammenarbeit mit thyssenkrupp Uhde vorangetrieben. Beide Parteien haben zuvor entsprechende Rahmenvereinbarungen zur Technologiekooperation und Lizenzierung unterzeichnet; das Lizenzpaket umfasst Ingenieurdienstleistungen, Hauptausrüstung und Katalysatorlieferungen. Als technische Validierungsbasis für die großtechnische Anlage in Wilhelmshaven errichten beide Parteien zudem in Gelsenkirchen-Scholven eine Demonstrations-Spaltanlage mit einer Tageskapazität von 28 Tonnen Ammoniak; die betreffende Technologie soll später im kommerziellen Importterminal in Wilhelmshaven zum Einsatz kommen.

Die aktuellen Planungen von Uniper zeigen, dass das Importterminal in Wilhelmshaven künftig an das deutsche Wasserstoff-Kernnetz angeschlossen wird, sodass der bei der Spaltung erzeugte Wasserstoff direkt ins Netz eingespeist oder auch in unterirdischen Salzkavernen-Speichern für Wasserstoff zwischengelagert werden kann. Das Projekt soll in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre in Betrieb gehen; der endgültige Umsetzungszeitpunkt hängt weiterhin von der technischen Entwicklung, den Genehmigungsverfahren und den kommerziellen Bedingungen ab.

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