Block 2 des Kernkraftwerks Smolensk besteht die staatliche Umweltprüfung

2026-09-15 09:07
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de.wedoany.com-Bericht: Kürzlich hat die staatliche Umweltgutachterstelle Russlands eine positive Stellungnahme zu den Genehmigungsunterlagen für den Bau der Blöcke 1 und 2 des zweiten Bauabschnitts des Kernkraftwerks Smolensk abgegeben. Diese Stellungnahme markiert die offizielle Bestätigung der Umweltverträglichkeit des Projekts auf staatlicher Ebene und belegt zugleich die bemerkenswerten Ergebnisse der langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Bauherrn Rosatom und dem Generalplaner Atomenergoprojekt JSC. Die Stellungnahme wurde auf einer Arbeitssitzung im Kernkraftwerk Smolensk offiziell bekannt gegeben und markiert einen neuen Meilenstein in der Projektentwicklung.

Iwan Sidorow, Direktor des Kernkraftwerks Smolensk, betonte auf der Sitzung die Verantwortung des Unternehmens gegenüber den Anwohnern der Region und künftigen Generationen und erklärte, dass der Bau der Blöcke streng nach Umweltstandards erfolgen werde. Er wies darauf hin, dass Kernenergie per Definition zu den saubersten Energieformen gehöre, das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Kernenergie jedoch nicht auf leeren Erklärungen beruhe, sondern auf Expertendaten und nachgewiesenen Sicherheitsbelegen. Zu diesem Zweck habe das Projektteam bereits in der Planungsphase Umweltüberwachungspunkte im Baugebiet festgelegt, um nach Inbetriebnahme der Blöcke umfassende Basisdaten für Vergleichsanalysen erstellen zu können.

Alexei Lichatschow, Generaldirektor von Rosatom, erklärte, dass die Umsetzung ehrgeiziger Projekte wie des Baus von Kernkraftwerken eine strategische Entscheidung im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung sei und die Kernenergie zu einer wichtigen Grundlage der grünen Energiewende werde. Leonid Lebedew, Designdirektor des zweiten Bauabschnitts des Kernkraftwerks Smolensk bei Atomenergoprojekt JSC, ergänzte, dass beim Entwurf des neuen Kraftwerks die im In- und Ausland gesammelten zuverlässigen Betriebserfahrungen mit VVER-Reaktoren umfassend berücksichtigt worden seien. Während der Planung seien zudem detaillierte technische Untersuchungen und öffentliche Anhörungen durchgeführt sowie mögliche Auswirkungsszenarien mithilfe mathematischer Modellierung umfassend bewertet worden. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, sicherzustellen, dass die künftigen Blöcke nur minimale Auswirkungen auf Atmosphäre, Wasserressourcen und Boden haben.

Der Entwurf des neuen Kraftwerks vereint eine Reihe umfassender Umweltschutzmaßnahmen, um die Auswirkungen auf die umliegende Ökologie so gering wie möglich zu halten. Geplant sind moderne Abwasserbehandlungsanlagen und ein hocheffizientes Gasrückgewinnungssystem sowie ein geschlossenes Reaktorkühlsystem mit Kühltürmen, was für den Schutz des Ökosystems des Desnogorsker Stausees besonders entscheidend ist. Die Experten des Föderalen Dienstes für Aufsicht im Bereich Naturressourcen und Umweltschutz kamen nach ihrer Bewertung zu dem Schluss, dass die Beeinträchtigung der Umwelt durch die künftigen Blöcke die festgelegten Standards nicht überschreiten wird. Darüber hinaus hat die Umweltabteilung des Kernkraftwerks bereits mit der Überwachung des Umweltzustands im Baugebiet begonnen und wird die Umweltveränderungen über den gesamten Lebenszyklus des Kraftwerks kontinuierlich überwachen.

Derzeit werden die Bau- und Montageanlagen für den zweiten Bauabschnitt des Kernkraftwerks Smolensk mit Hochdruck errichtet, um die Voraussetzungen für den offiziellen Beginn der Hauptbauphase zu schaffen. Die Fundamente für die Faserformwerkstatt und die Betonmischanlage sind bereits gegossen, und die Stahlkonstruktion der Bewehrungsmontagehalle wird derzeit installiert. Auch die Infrastruktur auf dem Gelände, einschließlich Straßen, Zäune, Beleuchtung und Löschwasserversorgungssystem, wird parallel vorangetrieben. Ende August dieses Jahres wurde die Stromleitung zum Baugelände verlegt, wodurch eine 24-Stunden-Beleuchtung ermöglicht und die Arbeitszeit der Bauarbeiter über die Tageslichtstunden hinaus verlängert werden konnte.

Die Stromsparte von Rosatom ist der größte kohlenstoffarme Stromerzeuger Russlands und betreibt derzeit zehn Kernkraftwerke, darunter das weltweit einzige schwimmende Kernkraftwerk. Die Sparte verfügt über 34 Blöcke mit einer Gesamtkapazität von 28,5 Gigawatt, was etwa 19 % der gesamten Stromerzeugung Russlands entspricht. Das Kernkraftwerk Smolensk als Tochterunternehmen des Konzerns ist nicht nur das wichtigste Energieunternehmen der Oblast Smolensk, sondern auch die tragende Industrie der jüngsten Stadt der Region, Desnogorsk. Derzeit sind dort drei Blöcke mit je 1000 Megawatt in Betrieb, die jährlich über 20 Milliarden Kilowattstunden Strom in das einheitliche Energiesystem Russlands einspeisen.

Im Dezember 2024 genehmigte die russische Regierung einen Gesamtplan für die Standortverteilung von Energieanlagen bis 2042. Dem Plan zufolge sollen in Russland bis 2035 zwölf mittlere und große Kernkraftwerke sowie neun kleine landgestützte und schwimmende Kernkraftwerke errichtet und mehrere Kernkraftwerksblöcke im Ausland angesiedelt werden. Der bereits in Betrieb befindliche zweite Bauabschnitt des Kernkraftwerks Smolensk nutzt die optimierte VVER-Reaktortechnologie und soll als wichtige Grundlage für die Serienfertigung großer Kernkraftwerke in Russland dienen. Der Energiesektor ist bestrebt, die Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaft zu steigern, die Entwicklung und den Fortschritt der Regionen des Landes zu fördern und Industrie und Bevölkerung eine stabile Lebensgrundlage zu bieten.

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