Der Binnenabschnitt des Pinglu-Kanals in China wird offiziell als B-Klasse-Fahrtgebiet ausgewiesen – das System für die Binnen- und Seeschifffahrt wird umfassend etabliert
de.wedoany.com-Bericht: Am 15. September wurde das Fahrtgebiet des Pinglu-Kanals offiziell der Öffentlichkeit bekannt gegeben: Der Binnenabschnitt des Kanals vom Mündungsgebiet des Pingtang-Flusses in der Stadt Hengzhou, Guangxi, bis zur Grenzlinie zwischen Fluss und Meer an der Qinjiang-Brücke der G75-Lanhai-Autobahn wird vorläufig als „Binnenfahrtgebiet der Klasse B" eingestuft. Damit bilden der obere Yujiang-Fluss, der Binnenabschnitt des Kanals und der untere Übergangsbereich zwischen Fluss und Meer in der Bucht von Qinzhou ein abgestuftes, lückenlos verbundenes Fahrtgebietsystem, das für die künftige Schiffsregistrierung, -prüfung und den Betrieb klare technische Standards festlegt.

Gemäß den Klassifizierungsstandards für Fahrtgebiete werden Binnenfahrtgebiete nach Wind, Wellen, Strömung und Navigationsumgebung in die Klassen A, B und C eingeteilt, wobei das Fahrtgebiet der Klasse B einer signifikanten Wellenhöhe von höchstens 1,25 Metern bei einer Überschreitungswahrscheinlichkeit von 5 % entspricht. Der Binnenabschnitt des Pinglu-Kanals ist eine eingeschränkte Binnenwasserstraße mit hoher Schiffsdichte; die Wasserbedingungen nach Überlagerung von Schiffswellen und natürlichem Seegang entsprechen den technischen Standards eines B-Klasse-Fahrtgebiets. Daher müssen Schiffe, die in diesen Abschnitt einfahren, die technischen Anforderungen für Schiffe der Klasse B oder höher erfüllen.
Mit dieser Ausweisung wurde zudem ein direkter Anschluss an den Yujiang-Abschnitt der westlichen Xijiang-Hauptschifffahrtsroute stromaufwärts hergestellt. Der Yujiang-Fluss unterliegt derzeit ebenfalls dem B-Klasse-Standard, sodass Schiffe beim Übergang vom Yujiang in den Pinglu-Kanal keine technischen Fahrtgebietsstandards wechseln müssen. Dies erleichtert die einheitliche Schiffsprüfung, Schifffahrtsorganisation und Sicherheitsverwaltung. B-Klasse-Schiffe können künftig im Binnenhafenbereich des Pinglu-Kanals Transport-, Umschlag- und andere Geschäfte durchführen.
Der untere Übergangsbereich zwischen Fluss und Meer in der Bucht von Qinzhou wurde bereits zuvor als landesweit erstes Fahrtgebiet „entsprechend Klasse A" ausgewiesen. Binnenschiffe, die den Pinglu-Kanal weiter verlassen und in die Übergangswasserfläche der Bucht von Qinzhou einfahren wollen, müssen die technischen Bedingungen der Binnenklasse A erfüllen und dürfen erst nach Prüfung, Eintragung und Ausstattung mit einem Ladungshandbuch in dieses Gebiet einfahren. Derzeit haben 570 Schiffe die seemännische Registrierung abgeschlossen und besitzen die Navigationsberechtigung für das Fahrtgebiet „entsprechend Klasse A" des Pinglu-Kanals, darunter Mehrzweckschiffe, Massengutschiffe und Containerschiffe.
Die Seeschifffahrtsverwaltung und die Schiffsprüfungsstellen werden für Schiffe, die über den Pinglu-Kanal in das Fahrtgebiet „entsprechend Klasse A" einfahren, eine Zulassungsverwaltung durchführen und dabei insbesondere die Hauptabmessungen, den Tiefgang, die Stabilität, die Ruderwirksamkeit und die Maschinenleistung der Schiffe überprüfen. Dadurch entsteht ein abgestuftes Navigationssystem von „Yujiang-B-Klasse-Fahrtgebiet – Pinglu-Kanal-B-Klasse-Fahrtgebiet – Qinzhou-Bucht-Fahrtgebiet entsprechend Klasse A", das es geeigneten Binnenschiffen ermöglicht, vom Xijiang-Wassersystem über den Pinglu-Kanal direkt in die Bucht von Qinzhou einzufahren.
Der Pinglu-Kanal hat eine Gesamtlänge von 134,2 Kilometern und wird nach dem Standard einer Binnenwasserstraße der Klasse I gebaut; er ist für Schiffe bis 5000 Tonnen befahrbar. Nach der Inbetriebnahme des Kanals kann der Güterverkehr aus dem Südwesten Chinas über diesen Korridor zur See im Vergleich zur traditionellen Wasserroute die Binnenstrecke um mehr als 560 Kilometer verkürzen, die Gesamtlogistikkosten werden voraussichtlich um 18 % bis 30 % sinken, und die jährlichen Transportkosteneinsparungen werden mehr als 5 Milliarden Yuan betragen. Nach der offiziellen Festlegung des Fahrtgebietsystems sind die grundlegenden Navigationsbedingungen für Schiffsregistrierung, Fluss-Meer-Übergang und Transportorganisation weiter verbessert worden.













