Malaysias Obstimporte durch neue Steuern bedroht
2025-06-24 16:39
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Malaysia führt ab dem 1. Juli 2025 eine neue Steuerregelung ein: Auf alle importierten Früchte wird laut Asia Fruit Portal eine Umsatzsteuer von 5 % erhoben. Die Regierung erklärte, die Entscheidung ziele darauf ab, „lokale Bauern zu unterstützen und die nationale Ernährungssicherheit zu stärken“.

Die Neuerung hat jedoch bei den Marktteilnehmern Besorgnis ausgelöst. Importeure, Einzelhändler und Verbraucher befürchten, dass die Steuer den Obstmarkt hart treffen könnte. Malaysia ist stark von Lieferungen aus Übersee abhängig – die klimatischen Bedingungen erlauben den Anbau vieler beliebter Sorten, insbesondere von Früchten aus gemäßigten Klimazonen und von Produkten außerhalb der Saison, nicht.

Laut EastFruit werden Vietnams Obstimporte im Jahr 2024 die Marke von 1 Milliarde US-Dollar übersteigen und Vietnam damit weltweit auf Platz 31 bringen. In Südostasien importieren nur Vietnam, Hongkong, Indonesien und Thailand mehr Obst als Vietnam. Vietnams Obstimporte sind in den letzten fünf Jahren um 30 % gestiegen, was auf eine wachsende Nachfrage und einen sich schnell entwickelnden Markt hindeutet.

Mengenmäßig liegt das Importvolumen an Frischobst im Jahr 2024 bei 640.000 Tonnen, also 20 % mehr als im Jahr 2020. Dies fördert nicht nur das Wachstum des Konsums dieser Produkte, sondern auch die Entwicklung verwandter Wirtschaftssektoren, darunter Logistik, Lagerinfrastruktur und sogar Obstexporte, da viele im Importgeschäft tätige Unternehmen auch aktiv im Exportgeschäft tätig sind.

Nun ist die gesamte Industriekette bedroht. Die neue Steuer könnte den Preis für importiertes Obst senken, insbesondere für hochwertige Früchte wie Beeren, Avocados, Kirschen und anderes Steinobst. Diese Produkte sind aufgrund hoher Transportkosten und hoher Verderblichkeit bereits teuer. Höhere Preise könnten Verbraucher mit mittlerem Einkommen abschrecken und das Wachstum der Branche bremsen.

Experten bezweifeln zudem, ob die Steuer den lokalen Produzenten tatsächlich zugutekommt. Viele der besteuerten Früchte – wie Äpfel, Trauben und einige Zitrusfrüchte – werden in Malaysia nicht in ausreichendem Umfang angebaut. Selbst einheimische Früchte müssen oft durch Importe außerhalb der Saison ergänzt werden.

Malaysia ist auch ein wichtiger Obstmarkt für Länder wie China, Ägypten, Australien und die USA. Die neue Steuer könnte das Land für internationale Partner weniger attraktiv machen, und Handelsströme könnten sich in andere Länder der Region verlagern. Dies wiederum könnte dazu führen, dass lokale Unternehmen und globale Lieferanten Chancen verpassen.

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